Chipaktion: Wieso ist es besonders wichtig, dass Bauernhofkatzen gechippt sind?

Im November bieten zahlreiche Schweizer Tierarztpraxen das Chippen von Katzen zu vergünstigten Konditionen an. Es gibt Rabatte von rund 20 Prozent. Für das Chippen gibt es auch für Landwirt(innen) einige Gründe.

Bei Hunden ist es Pflicht, sie zu chippen und in einer nationalen Datenbank zu registrieren. Bei den Katzen sieht die Sachlage anders aus. In der Schweiz sind nur rund 50 Prozent der zwei Millionen Katzen mit einem Halter/einer Halterin gechippt.

Dazu kommt eine unbekannte Anzahl an halterlosen Samtpfoten. Diese lückenhafte Registrierung bringt Tierschutzprobleme mit sich. Zahlreiche Katzen werden aufgrund dieser fehlenden Nachverfolgbarkeit sich selbst überlassen. Sind diese herrenlosen Katzen unkastriert, tragen sie dazu bei, dass sich deren Populationen vergrössern, warnt der Schweizer Tierschutz STS. Diese Vorteile bringt Chippen:

Gesundheit von Katzen und Nutztieren

Im Zusammenhang mit dem Chippen erfolgt beim Tierarzt eine Gesundheitsvorsorge. Davon profitieren Landwirte, da die Katzen auf dem eigenen Hof gesünder sind, führt der STS aus. Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit. Endwirte der Parasiten (Toxoplasma gondii) sind Tiere aus der Familie der Katzen.

Scheidet eine infizierte Bauernhofkatze den Erreger über den Kot aus, kann dieser in das Futter von Nutztieren gelangen. Bei trächtigen Nutztieren, insbesondere Schafen, Ziegen und Schweinen, führt eine Toxoplasmose-Infektion häufig zu Fehlgeburten oder Totgeburten, warnt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).

Wenn auf einem Hof vermehrt Aborte auftreten, hilft der Chip, den Immunstatus der Hofkatzen zu erfassen und Managementmassnahmen (wie den Schutz von Futtermitteln) umzusetzen.

Herrenlose Katzen eindämmen

Bauernhofkatzen zu chippen, ist sinnvoll, da so eine eindeutige Zuordnung möglich wird. Herrenlose Katzen, die auf den Hof kommen, können von Organisationen wie dem Network for Animal Protection (NetAP) eingefangen und kastriert werden. Diese Katzen werden dann auf die Gemeinde oder den STS registriert und so nicht mit dem Hof in Verbindung gebracht.

Keine ungebetenen Gäste im Stall

Als zusätzlichen Pluspunkt führt der STS auf, dass ein Chip gute Dienste leistet, wenn verhindert werden soll, dass fremde Katzen oder Wildtiere wie Marder oder Füchse in die Futterkammer oder den Stall gelangen. Eine chipgesteuerte Katzenklappe öffnet sich nur für die registrierten Hofkatzen.

Zusammen mit der Schweizerischen Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK-ASMPA) führt die Identitas AG im November 2026 die Aktion für das vergünstigte Chippen bei den Schweizer Kleintierärztinnen und -ärzten durch. Es darf mit einem Rabatt von rund 20 Prozent gerechnet werden. Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt, fragen Sie, ob er sich an der Aktion beteiligt, und vereinbaren Sie einen Termin.

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