Vier von fünf Menschen sind einmal in ihrem Leben auf Blut angewiesen. Auch David Baumann gehörte dazu. Am 4. April 2024 erlitt er einen schweren Forstunfall und überlebte nur dank Blutspenderinnen und Blutspendern. «Ich war auf mehrere Konserven angewiesen», sagt der 46-jährige Landwirt. «Im Bruchteil einer Sekunde kann sich alles ändern. Durch Spenden hatte ich überhaupt die Chance, zu überleben. So kann ich der Allgemeinheit etwas zurückgeben.»
Spenden als Zeichen der Landwirtschaft
Leider spenden nur 2,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung Blut. Deshalb hat Baumann seine Aktion lanciert. Sein Ziel: möglichst viele nachhaltige Spenderinnen und Spender gewinnen. «Viele Menschen finden Spenden eine gute Sache, machen es aber nicht regelmässig.» Seine Traumvorstellung wäre, dass sich die Landwirtschaft so für die Allgemeinheit einsetzt.
Wieso gerade Bäuerinnen und Bauern? «Weil ich selbst einer bin.» Er hat das Blutspendezentrum für einen ganzen Abend reserviert. «Damit es sich lohnt, müssen 20 bis 25 Landwirtinnen und Landwirte spenden.»
Unterstützung bekommt er von prominenter Seite: Bundesrat Albert Rösti, die Nationalräte Ernst Wandfluh und Hans Jörg Rüegsegger, Thuns Stadtpräsidentin Eveline Salzmann und Gemeinderätin Katharina Ali-Oesch spenden mit.

Der Betrieb als Halt
Der Hof war und ist für David Baumann die grösste Stütze. «Mein Umfeld und der Betrieb halten mich. Mir geht es gut, wenn ich zu den Viechern kann.»
Diesen Sommer war er das Gesicht der Kampagne der Interregionalen Blutspende SRK. Nach einem halben Jahr war eine Erinnerung fällig. Der zuständigen Marketingbeauftragten Sonja Bill sagte er klar, dass auch der Bundesrat und die Nationalräte dabei sein werden. «Sie verstand es als Witz, aber für mich war es keiner», sagt der Landwirt und schmunzelt.
Gemeinsam spenden
Wo? Blutspendezentrum Thun, Krankenhausstrasse 3
Wann? 11. November 2026, ab 18 bis circa 20.30 Uhr
Anmelden? Direkt bei David Baumann (+41 79 460 98 51)
Wer? Alle, die dazu bereit sind. Sind Sie als Spender(in) geeignet?

