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Mit Entec 26 klimafreundlich und effizient düngen

Stabilisierter Stickstoffdünger wird schweizweit immer häufiger nachgefragt. Entec 26 hat Vorteile hinsichtlich der Arbeitseffizienz und überzeugt dank der kontinuierlichen Freisetzung von Stickstoff auch agronomisch.

Kurz & bündig

- Entec 26 ist ein stabilisierter Stickstoff-Dünger mit 13 Prozent Schwefel. - Der stabilisierte Ammonium-Stickstoff wird verzögert während 8 bis 12 Wochen freigesetzt. - Dadurch sinkt das Risiko für Nährstoffauswaschung. - Entec 26 kann in allen Kulturen eingesetzt werden.

Landwirt Raphael Müller aus Wohlen AG hat in pflanzenbaulicher Hinsicht vieles auf seinem Betrieb, dem Huserhof, ausprobiert. Auch bei der Düngung hat der Agronom experimentiert. «Als ich vor gut zehn Jahren an der HAFL in Zollikofen studiert habe, kam ich erstmals mit Entec-Dünger in Kontakt. Ich habe damals eine Semesterarbeit über den Einsatz im Kartoffelbau geschrieben», erinnert sich Müller.

Anschliessend hat er auf seinem 32 ha grossen Betrieb in Wohlen mehrere Praxisversuche mit Entec im Kartoffelanbau durchgeführt. Für ihn war von Anfang an klar, dass der Dünger grosse Vorteile bezüglich Arbeitseffizienz mit sich bringt. Dass er in den Kartoffeln auch aus pflanzenbaulicher Sicht bestehen kann, wollte Müller zuerst selber herausfinden.

Landwirt Raphael Müller konnte die Qualität bei den Kartoffeln verbessern

Raphael Müller räumt ein, dass er keine exakten wissenschaftlichen Untersuchungen gemacht habe. «Ich hatte aber den Eindruck, dass ich in der mit Entec gedüngten Variante die Qualität bei den Kartoffeln steigern konnte. Die Kaliber waren ausgeglichener als bei der vorher betriebsüblichen Düngung», so Agronom Müller.

Was er ganz eindeutig sagen konnte: Einen negativen Effekt hatte die Düngung mit Entec ganz sicher nicht. Heute deckt er den Stickstoffbedarf seiner Kartoffeln über einen Volldünger sowie über Entec, wobei die Höhe der N-Düngung von der Sorte abhängig ist. «So kann ich die Düngung vor dem Setzen abschliessen und habe den Stickstoff in stabilisierter Form dort, wo ich ihn haben will.»

«Entec 26 bringt arbeitswirtschaftlich grosse Vorteile», sagt Raphael Müller, Betriebsleiter.
«Entec 26 bringt arbeitswirtschaftlich grosse Vorteile», sagt Raphael Müller, Betriebsleiter.

Die Arbeitseffizienz ist für Müller gesamtbetrieblich ein sehr zentrales Kriterium. Die diesbezüglichen Vorteile in Kombination mit dem seit Ende 2016 tieferen Preis habe dazu beigetragen, dass der Anteil Entec-Dünger auf seinem Betrieb stetig gewachsen ist.

Heute setzt Müller praktisch in allen Kulturen Entec ein: Bei ihm sind das Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Winterweizen, Zwiebeln und Karotten. «Am wichtigsten ist Entec für mich im Mais und in den Kartoffeln, weil ich hier die Stickstoffdüngung bereits zur Saat beziehungsweise Pflanzung abschliessen kann», erklärt er ein.

Im Mais verfährt Müller so, dass er vor der Saat Entec-Dünger streut, der dann mit der Kreiselegge in den Boden eingearbeitet wird. Mit dem Säen bekommt der Mais noch Diammonphosphat als Unterfussdüngung. Regnet es anschliessend, wird kaum Stickstoff ausgewaschen, bleibt es trocken, geht nichts davon in die Luft und kann später in Form von Ammonium oder Nitrat von den Pflanzen aufgenommen werden.

Wäre aber die langfristige Stickstoffversorgung im Mais mit Harnstoff nicht günstiger? «Das Problem mit dem Harnstoff ist, dass es nach dem Streuen unbedingt regnen muss, damit keine Ammoniakverluste entstehen und der Stickstoff in den Boden gelangt. Wenn das Wetter nicht passt, kann ich dann auch keinen Stickstoff mehr zur Pflanze bringen. Da ist es für mich sicherer und effizienter, den Stickstoff bereits vor der Saat in stabilisierter Form in den Boden einzuarbeiten», erklärt Müller.

Auch beim Harnstoff sei es manchmal so, dass dieser witterungsbedingt manchmal bereits gestreut werde, sobald die Reihen sichtbar sind. «Mit Entec fahre ich zwei Wochen früher, hinterlasse keine Spuren im Feld und der Dünger ist garantiert im Boden und für die Pflanze verfügbar. Dank der N-Stabilisierung ist die Wirkung so mit dem Harnstoff vergleichbar. Zusätzlich ist die Variante mit Entec hinsichtlich der Wirkung sicherer und arbeitswirtschaftlich gesehen effizienter», begründet Müller seine Strategie.

Nicht nur der Preis ist bei der Düngung entscheidend

Die Diskussion um die Wirtschaftlichkeit ruft auch Adrian Imfeld, Produktmanager der Firma Omya, auf den Plan. Adrian Imfeld sagt: «Seit der Vergünstigung im Jahr 2016 infolge der Förderung durch die Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation (KliK) kann Entec preislich praktisch mit den herkömmlichen mineralischen Stickstoffdüngern mithalten.»

Zwei weitere Faktoren seien gemäss Imfeld zu berücksichtigen: «Mit Entec 26 bringen die Landwirte zusätzlich zum Stickstoff 13 Prozent wasserlöslichen Schwefel aufs Feld. In vielen Kulturen ist Schwefel auch ein wichtiger Wachstumsfaktor. Und wenn wir über Kosten sprechen, müssen wir auch den Arbeitsaufwand im Blick behalten. Mit Entec lassen sich Durchfahrten und somit Mann- und Maschinenstunden einsparen», gibt er zu bedenken.

«Entec 26 bringt arbeitswirtschaftlich grosse Vorteile», sagt Raphael Müller, Betriebsleiter.
«Der Umsatz mit Entec 26 steigt dank zufriedener Kunden stetig an», sagt Adrian Imfeld von Omya.

Die Firma Omya vertreibt seit bald 15 Jahren Entec-Dünger in der Schweiz. Seit einigen Jahren vertreibt auch Landor den stabilisierten Stickstoffdünger. Die Nachfrage ist jährlich gestiegen, besonders seit der subventionsbedingten Preisreduktion im Jahr 2016.

«Vorher wurde Entec mehrheitlich im Gemüsebau eingesetzt. Mittlerweile wissen auch viele Ackerbauern seine Vorzüge zu schätzen», weiss Imfeld. Die Anzahl Kunden wachse von Jahr zu Jahr, und Imfeld kennt keine Produzenten, welche dem Entec-Dünger wieder den Rücken zugewandt haben.

Das Potenzial des Düngers sei nach wie vor hoch. Gemessen am gesamthaft eingesetzten mineralischen Stickstoff mache Entec nur ein kleines Stück des Kuchens aus. «Wir bewegen uns im einstelligen Prozentbereich», verrät Imfeld.

Omya ist und war in der Beratung stark gefordert, wenn es um den Einsatz von Entec-Dünger in der Praxis geht. «Die Landwirte wollen wissen, was sie auf ihre Felder bringen und wie der Dünger genau funktioniert. Das müssen wir den Kunden erklären und sie über den optimalen Einsatz beraten. Dabei hilft uns die langjährige Erfahrung mit Entec», sagt Imfeld.

Und fügt mit einem Lachen an: «Wir haben noch nie für ein Produkt so viel Papier bedruckt und Aufklärungsarbeit geleistet wie für den Entec-Dünger.»

Die beste Werbung seien aber zufriedene Produzenten mit schönen Kulturen. «Die Berufskollegen tauschen sich untereinander ja auch aus und sehen, was auf den Feldern der Nachbarn passiert», so Imfeld. Etwas schade findet Imfeld, dass die Düngung mit Entec an den landwirtschaftlichen Schulen wenig thematisiert werde.

Entec 26 hat keine negativen Auswirkungen auf das Bodenleben

Nebst der manchmal vorhandenen Wissenslücke hemmt ein Gerücht über Entec-Dünger die weitere Verbreitung. «Einige Landwirte haben uns hin und wieder die Rückmeldung gegeben, dass ihnen zu Ohren gekommen sei, Entec-Dünger habe negative Auswirkungen auf die Bodenlebewesen und somit die mikrobielle Aktivität im Boden.»

Ist da etwas dran? Adrian Imfeld verneint vehement: «Mehrere langjährige wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass der eingesetzte Stabilisator Dimethylpyrazolphosphat (DMPP) keine unerwünschten Nebeneffekte auf die Mikroorganismen im Boden hat. Es gibt auch keine Rückstände von DMPP, weder in den Pflanzen, noch im Boden», hält Imfeld fest. Zudem beweisen zahlreiche Betriebe, dass Entec über viele Jahren konsequent eingesetzt werden kann, ohne dass die Bodenfruchtbarkeit leidet.

Woher das Gerücht genau kommt, kann Imfeld nicht sagen. Er meint bloss: «Es gibt eine lebhafte Konkurrenz im Düngermarkt in der Schweiz.»

Überlagern ist mit Entec kein Problem

Auf dem Huserhof ist noch einiges an Entec-Dünger an Lager. Für Raphael Müller ist es auch ein Vorteil, dass er sein Düngersortiment straffen konnte. Er kann grössere Mengen auf einmal beziehen und von günstigeren Konditionen profitieren. Ein weiterer Vorteil von Entec: «Wenn ich diesen Dünger ein Jahr überlagere, bleibt er schön gekörnt und verklumpt nicht.»

Im Ausland ist mit Alzon 46 auch ein stabilisierter Harnstoffdünger im Umlauf. Wäre das ein Thema für die Firma Omya? Adrian Imfeld dazu: «Wir sind immer offen, um den Schweizer Landwirten Produktneuheiten zugänglich zu machen. Derzeit ist aber nicht geplant, einen weiteren stabilisierten N-Dünger am Markt einzuführen.» Damit sich das aufwändige Zulassungsverfahren lohne, müsse man vorgängig jeweils gut sondieren, wie die Aussichten eines Produktes am Markt sind. Gut möglich, dass mit strengeren Vorschriften weitere Produkte, welche zu einer Steigerung der N-Effizienz beitragen, an Attraktivität gewinnen.

Entec: Gut für Pflanzen und das Klima

Entec 26 enthält 26 kg Stickstoff sowie 13 kg wasserlöslichem Schwefel pro 100 kg Dünger. Der Stickstoff-Dünger liegt zu einem Viertel in Nitratform vor, drei Viertel ist in Ammoniumform vorhanden. Der Ammonium-Stickstoff ist mit Dimethylpyrazolphosphat (DMPP) stabilisiert. DMPP verlangsamt die Aktivität der Nitrosomonas-Bakterien und sorgt so dafür, dass die Nitrifikation kontinuierlich abläuft und die N-Effizienz der Kultur gesteigert wird, indem keine grossen Peaks bei der Freisetzung von Stickstoff entstehen. So wird das Risiko für Nährstoff-Auswaschung gesenkt, und es entstehen weniger direkte Lachgas-Emmissionen als bei der Düngung mit herkömmlichem mineralischem Stickstoff. Daher erhält der Entec-26-Dünger seit dem 1. Oktober 2016 einen Förderbeitrag der Stiftung Klimaschutz und CO2-Kompensation (KliK), was den Preis um rund 20 % gesenkt und den Dünger nebst dem Gemüsebau vermehrt auch für den Ackerbau attraktiv gemacht hat. Der Nitrifikationshemmer DMPP wurde vor seiner Einführung – ähnlich wie neue Pflanzenschutzmittel – umfangreich getestet. DMPP wird von den Pflanzen nicht aufgenommen und baut sich im Boden vollständig ab. Langjährige Studien haben gezeigt, dass DMPP keine negativen Auswirkungen auf mikrobielle Aktivität im Boden hat.