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Nebenschädlinge im Obstbau sind im Aufwind

Der Wegfall von Pflanzenschutzmitteln und wärmere Bedingungen fördern einzelne Schädlingsarten. Die jeweiligen Schäden sind aber oft schwer zuzuordnen.

Was sind Nebenschädlinge? Produzenten, die schon länger Obst produzieren, beobachten vermehrt Schädlinge, die aus früheren Zeiten bekannt sind, aufgrund der damals verfügbaren Pflanzenschutzmittel (PSM) jedoch kaum noch auftraten. Durch den zunehmenden Wegfall von PSM treten einige dieser Schädlinge wieder vermehrt auf.

Es sind Schädlinge wie der Kleine Fruchtwickler, der nur regional vorkommt, dort aber zunehmend häufiger. Oder Schädlinge, die oft vorkommen, aber nicht regelmässig bekämpft werden müssen, wie
z. B. Blattläuse. Und zu guter Letzt Schädlinge, wie die Gespinstmotte, die nicht regelmässig vorkommen, aber beim Auftreten Schäden verursachen.

Gründe für das vermehrte Auftreten dieser Nebenschädlinge sind:

  • Klimaveränderungen fördern wärmeliebende Arten.
  • Natürliche Fluktuation führt zu periodisch erhöhtem Auftreten gewisser Arten.
  • Der Rückzug von Insektiziden schwächt die Bekämpfung der Zielart sowie weiterer miterfasster Arten.
  • Einsatz von breit wirksamen PSM als Ersatz für zurückgezogene PSM schädigt Nützlinge.

Auswirkungen

  • Identifikation von Schadursachen wird schwieriger: Viele Arten verursachen ähnliche Schadbilder.
  • Nützlinge spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Nebenschädlingen. Notwendige Bekämpfungsmassnahmen gegen Hauptschädlinge können Nützlinge jedoch beeinträchtigen.
  • Informationen zu Biologie, Schadschwelle und Bekämpfungsmassnahmen fehlen zum Teil.
  • Bekämpfung von Nebenschädlingen ist oft nicht mehr möglich, weil keine PSM verfügbar sind.

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