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Im Obstbau hat das grosse Krabbeln schon begonnen – das gibt es zu tun

Die Apfelgraslaus ist die erste Blattlaus auf Apfelbäumen. Diese und weitere Schädlinge sollten jetzt beobachtet werden.

Bei der Ausführung von Pflanzenschutzmassnahmen ist es von grosser Wichtigkeit, die vorhandenen Schädlinge korrekt identifizieren zu können. Dazu gehört auch eine visuelle Vorblütenkontrolle.

Grosse Schäden bei Jungbäumen

Blattläuse können besonders bei Jungbäumen grosse Schäden anrichten. Auf empfindlichen Sorten führt die Apfelfaltenlaus zu roten, taschenförmigen Falten an den ersten Blättern, die später einrollen. Fruchtschäden äussern sich durch rote Flecken, die meist wieder auswachsen. Sie verursachen im Vergleich zur Mehligen Apfelblattlaus jedoch meist einen geringeren Schaden. Diese ist weitaus gefährlicher. Die Kolonien können sich bereits vor der Blüte stark vermehren.

Die Schadschwelle liegt bei ein bis zwei Kolonien auf 200 Blütenbüschel. Die beiden Arten sehen sich sehr ähnlich, die Junglarven sind bei der Apfelfaltenlaus jedoch etwas dunkler. Aktuell können auch Apfelgrasläuse auftreten. Diese Art ist jedoch ungefährlich und dient als Nützlingsfutter.

Grüne Zwetschgenblattlaus schlüpft bereits vor dem Austrieb

Die Grüne Zwetschgenblattlaus ist die häufigste Zwetschgenblattlaus und sie hat ein grosses Schadpotenzial. Hier liegt die Schadschwelle bei 2 bis 5 % Befall auf 100 Blattknospen. Diese Blattlausart ist sehr früh aktiv. Bereits vor dem Austrieb schlüpfen die Jungläuse und saugen an der Basis der Blütenknospen. Zwetschgenbäume sollten deshalb vor der Blüte auf die Grüne Zwetschgenblattlaus kontrolliert und bei Befall behandelt werden. Achtung, ab Blühbeginn keine Insektizide mehr einsetzen.

Weitere aktive Schädlinge

Beim Schalenwickler kann beim Überschreiten der Schadschwelle eine Bekämpfung vor der Blüte im Grünknospenstadium bis Rotknospenstadium mit Granuloseviren durchgeführt werden. Diese bei warmer Witterung einsetzen. Gegen junge Frostspanner helfen Präparate aus Bacillus thuringiensis ab Temperaturen von 15°C.

Der Ungleiche Holzbohrer befällt bevorzugt bereits geschwächte Obstbäume sowie Bäume im zweiten Standjahr.Bei starkem Druck empfiehltsich das Aufstellen von acht Rebell-Rosso-Fallen (Alkohol-Lockflasche) ausserhalb der Anlage auf der Seite des Einflugs – zum Beispiel Richtung Wald.

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