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Die Differenz von ÖLN zu Extenso ist gross

Die zeitweise verkürzten Reifephasen wirkten sich in diesem Jahr auf die Qualität aus. Nicht alle Sorten können mithalten.

Die Ertragsdifferenz zwischen ÖLN- und Extenso-Anbau von Weizen betrug in diesem Jahr 9,9 dt/ha und war somit grösser als im Vorjahr (2022: 4,6 dt/ha).

Damit wurde erneut der erforderliche Mehrertrag von 15 dt/ha im ÖLN-Anbau im Vergleich zum Extenso-Anbau sowie von 19 dt/ha im Vergleich zur IP-Suisse-Produktion nicht erreicht. Dieser Mehrertrag wäre jedoch notwendig, um die zusätzlichen Kosten für Pflanzenschutzmittel, Dünger, Maschinen und Arbeitsaufwand sowie den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel im ÖLN-Anbau im Vergleich zum Extensiv- bzw. Label-Anbau auszugleichen. Zudem müsste im Vergleich zur IP-Suisse-Produktion auch die fehlende IP-Suisse-Prämie ausgeglichen werden.

Der Mehrertrag beim ÖLN-Verfahren ist u. a. auf den gestiegenen Septoriadruck in diesem Jahr zurückzuführen. Auch Braunrost war an den meisten Versuchsstandorten stark verbreitet. Fusarium- und Mehltau-Befall blieben hingegen aus.
Der Mehrertrag beim ÖLN-Verfahren ist u. a. auf den gestiegenen Septoriadruck in diesem Jahr zurückzuführen. Auch Braunrost war an den meisten Versuchsstandorten stark verbreitet. Fusarium- und Mehltau-Befall blieben hingegen aus.

Reduzierte N-Düngung

In den Sortenversuchen wird beim Extenso-Anbau auf den Einsatz von Fungiziden, Insektiziden und Wachstumsregulatoren verzichtet, ebenfalls wird die Stickstoffdüngung um 30 kg N reduziert. Diese Versuche finden im Rahmen der Sortenprüfung in beiden Anbauverfahren ÖLN und Extenso statt und werden in Zusammenarbeit mit der Branchenorganisation Swiss Granum und Agroscope durchgeführt.

Sie basieren auf den Resultaten der vier Standorte des Forums Ackerbau und werden jeweils mit drei Wiederholungen angelegt.

Hoher Septoriadruck

Der Mehrertrag beim ÖLN-Verfahren ist unter anderem auf den gestiegenen Septoriadruck in diesem Jahr zurückzuführen. Auch Braunrost war an den meisten Versuchsstandorten stark verbreitet. Hingegen blieben Fusarium- und Mehltau-Befall in diesem Jahr aus.

Herbizidlos ist gefragt

Blickt man auf die kommende Aussaat, so sollte man sich neben der Sortenwahl auch Gedanken über das Anbausystem machen. Weiterhin ist die Nachfrage für herbizidlos angebauten Weizen da. Es können beim Herbizidverzicht sowohl Produktionssystembeiträge als auch zusätzliche Labelprämien beim Anbau für IP-Suisse erzielt werden. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass beim IP-Suisse-Anbau zusätzliche Anforderungen erfüllt werden müssen, so ist beispielsweise die Saatgutbeizung nicht erlaubt. Dies ist unbedingt bei der Bestellung des Saatgutes zu berücksichtigen.

Nicht unterschätzen

Der herbizidlose Anbau von Winterweizen ist jedoch nicht zu unterschätzen. Parzellen mit problematischen Unkräutern wie beispielsweise Blacken, Disteln und Klebern eignen sich nicht für einen Verzicht auf Herbizide. Zudem sollte auch der Mehraufwand für die mechanische Unkrautregulierung nicht unterschätzt werden.

Andernfalls ist in den nachfolgenden Kulturen mit einem wachsenden Unkrautdruck und einem höheren Bedarf an Herbiziden oder Handarbeitsstunden zu rechnen.

Weitere Infos finden Sie hier: www.swissgranum.ch/sortenlisten

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