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Der Frühling ist nah, und das Unkraut bald auch

Eine Wiesenkontrolle wird jetzt angeraten. Denn sind grosse Lücken im Wiesenbestand zu finden, können sich schon bald lästige Unkräuter etablieren. Eine zeitige Übersaat bereits im März sollte dann in Betracht gezogen werden.

Im Talgebiet hält schon langsam der Frühling Einzug. Die Sonne erwärmt den Boden und die Gräser erhalten ihr saftiges Grün zurück. Aber Vorsicht: Frühlingszeit ist auch Unkrautzeit. Daher ist es wichtig, bereits früh im Jahr den Zustand der Wiese zu kontrollieren.

Übersaat bereits Anfang März

Es ist ratsam, jetzt über die Wiesen zu laufen und zu beobachten, wie diese den Winter überstanden haben. Gibt es viele Lücken, wo ich auf den Boden sehe? Hat es Mäuse- oder Auswinterungsschäden? Diese Fragen sollte man sich dabei stellen.

Bei einem lückenhaften Bestand (20 Prozent Lücken) kann man pro Quadratmeter zirka zehn handflächengrosse Lücken beobachten. Grundsätzlich gibt es verschiedene Strategien, wann im Jahr eine Übersaat am sinnvollsten ist. Bei einem lückenhaften Bestand im Frühjahr kann sich aber eine sehr zeitige Übersaat bereits Anfang März lohnen. Viele Lückenbüsser bewachsen die unbedeckten Stellen sonst sehr schnell. Vogelmiere oder Hirtentäschel sind typische Beispiele dafür. Wird mit der Übersaat bis im April zugewartet, sind die freien Stellen oft schon durch solche Unkräuter besetzt und die Übersaat hat wenig Erfolgschancen.

Bestockung der Futtergräser fördern

Wenn keine oder nur sehr wenige Lücken entdeckt wurden, ist der Frühling nicht ideal für Übersaaten. Der erste Aufwuchs kann ansonsten sehr konkurrenzstark sein.

Trotzdem gilt es im Frühling vor allem, die Bestockung der Futtergräser zu fördern. Englisches Raigras und Wiesenripsengras können durch grossflächiges Überweiden, Walzen oder Wiesenstriegeln unterstützt werden.

Es ist besser, sich jetzt etwas Zeit zu nehmen, um den Grundstein für ein erfolgreiches Futterbaujahr 2022 zu legen.

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