An der Aktionärsversammlung wurde das Geschäftsjahr 2022 der Schwyzer Viehvermarktungs AG (SViAG) abgeschlossen. Die 180 anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre durften ein sehr gutes Jahresergebnis zur Kenntnis nehmen und erteilten dem Verwaltungsrat Entlastung.
Grosse Nachfrage
Präsident Gilg Reichmuth, Schwyz, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüssungsrede, in der er sich über die grosse Nachfrage der Markthalle Rothenthurm freute. «Nicht nur Gross- und Kleinviehausstellungen finden in der Markthalle statt, sondern auch kantonale und nationale landwirtschaftliche Versammlung und Festanlässe.» Jedoch betonte der Präsident, dass das Hauptgeschäft der Schwyzer Viehvermarktungs AG, wie es der Name schon sagt, die Viehvermarktung ist. «Ich bin überzeugt, dass dies auch langfristig so bleiben wird. Die Aussichten für den Schlachtviehabsatz beurteile ich ganz generell positiv, auch wenn es immer wieder zu Schwankungen kommen wird.» Die Zuversicht ziehe er nicht zuletzt aus der guten Nachfrage nach Schweizer Fleisch.
Obwohl der Pro-Kopf-Fleischverbrauch in der Schweiz im vergangenen Jahr auf 50,8 kg gesunken sei, liege er immer noch bei rund 1 kg Fleisch pro Woche. In Anbetracht der grossen Werbeaktivitäten für vegane Produkte oder auch der behördlichen Aufforderung, den Fleischverzehr zu reduzieren, bleibe der Konsum pro Kopf erstaunlich stabil, das bei einer wachsenden Zahl der Bevölkerung, teilte Gilg Reichmuth den Aktionären mit.
Gutes Finanzergebnis
Die Jahresrechnung schloss bei Abschreibungen von rund 90'000 Franken mit einem kleinen Gewinn von 481 Franken. Das gute Ergebnis konnte dank den erfreulich hohen Tierauffuhren am öffentlichen Markt, der Vermietung des Bürogebäudes, der Halle und des Gastronomiebetriebs erreicht werden. Bemerkenswert ist, dass trotz der steigenden Energiekosten und der anfallenden Reparaturkosten dieses Ergebnis erzielt werden konnte.
Bauvorhaben haben gestartet
Auf dem Dach der Markthalle Rothenthurm wird eine Photovoltaikanlage installiert. Im Oktober 2023 oder im Frühling 2024 dürfte die Installation starten. Die Kosten werden auf rund 430'000 Franken budgetiert. Pro Jahr können 230'000 kWh erreicht werden mit einem Kilowatt-Peak bis zu 250.

