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Künftig gibt es eine Rechnung für Sömmerungsbeiträge

An der Hauptversammlung des Vereins Alpwirtschaft Bern wurden die Geschäftsführerin Tanja Aellig und das Vorstandsmitglied Esther Gfeller verabschiedet. Für Sömmerungsbeiträge wurde ein neues System gutgeheissen.

«Die Präsenz von Grossraubtieren, die Trockenheit oder noch genügend Tiere für die Alpen zu finden, das sind die grössten Herausforderungen, welche auf uns zukommen werden», sagte Ernst Wandfluh, Präsident des Vereins Alpwirtschaft Bern, an dessen Hauptversammlung in Thun. Um die Alpwirtschaft weiterhin betreiben zu können, brauche es nicht zuletzt auch politischen Widerstand: Dieser Widerstand wird vor allem vom Schweizerischen Bauernverband (SBV) geleitet, doch dieser Widerstand kostet Geld.

Sie wurden bei der Alptaxation ausgezeichnet für eine gute Bewirtschaftung ihrer Sömmerungsbetriebe oder Alpen.
Sie wurden bei der Alptaxation ausgezeichnet für eine gute Bewirtschaftung ihrer Sömmerungsbetriebe oder Alpen.

Sömmerungsgebiete sollen bezahlen

Da bisher der SBV keine Beiträge für Sömmerungsflächen eingezogen hat, wurde an der Hauptversammlung ein neues System gutgeheissen. Allen Empfängerinnen und Empfängern, die Sömmerungsbeiträge erhalten, werde die Identitas künftig eine Rechnung zustellen. Angerechnet werden dabei die effektiven Normalstösse (NST) des Vorjahres. Die Beiträge gelten dann für den Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verein (SAV), den Schweizerischen Bauernverband (SBV) und die Sektion (in diesem Fall Bern).

Geehrt als langjährige Älplerinnen und Älpler (v. l. n. r.): Patric und Manuela Bühler-Tschanz, Andreas Hadorn und Sandra Oehrli, Christian Fahrni und Ernst Fuchs.
Geehrt als langjährige Älplerinnen und Älpler (v. l. n. r.): Patric und Manuela Bühler-Tschanz, Andreas Hadorn und Sandra Oehrli, Christian Fahrni und Ernst Fuchs.

Diese sehen folgendermassen aus: 60 Rp. pro NST für den SAV und je 40 Rp. pro NST für den SBV und die Sektion. Es steht aber jedem frei, die SBV-Beiträge zu bezahlen. Im Weiteren konnte die Geschäftsführerin Tanja Aellig der Versammlung eine positive Rechnung präsentieren. Ein Gewinn von 1588 Franken resultiert in einem Eigenkapital 15'000 Franken. Für Aellig war es die letzte Hauptversammlung als Geschäftsführerin. Mit grossem Dank wurde sie von Ernst Wandfluh verabschiedet. An ihrer Stelle wird Vreni Zurbrügg, Scharnachtal, die Geschäftsführung übernehmen. Verabschiedet und verdankt wurde auch das Vorstandsmitglied Esther Gfeller, Schangnau. An ihrer Stelle nimmt neu Christoph Brechbühl aus Eggiwil Einsitz.

Auch sie wurden geehrt (v. l. n. r.): Hans und Ruth Buchs, Albin Siegfried, Franziska und Martin Zurbrügg-Schläppi, Lydia und Walter Kurzen, Rosmarie und Hansueli Siegenthaler.
Auch sie wurden geehrt (v. l. n. r.): Hans und Ruth Buchs, Albin Siegfried, Franziska und Martin Zurbrügg-Schläppi, Lydia und Walter Kurzen, Rosmarie und Hansueli Siegenthaler.

Zahlreiche Ehrungen

Ein weiterer Höhepunkt sind die Ehrungen der Älplerinnen und Älpler für ihre langjährigen Tätigkeiten. Geehrt wurden Sandra Oehrli und Andreas Hadorn, Eriz (je 10 Jahre), Christian Fahrni, Eriz (10 Jahre), Manuela und Patric Bühler-Tschanz, Heiligenschwendi (je 10 Jahre), Rosmarie und Hansueli Siegenthaler, Oberwil i. S. (50 und 60 Jahre), Ruth und Hans Buchs, St. Stephan (45 und 51 Jahre), Lydia und Walter Kurzen, St. Stephan (47 und 51 Jahre), Franziska und Martin Zurbrügg-Schläppi, Lenk (25 und 35 Jahre), Albin Siegfried, Lenk (12 Jahre), Ernst Fuchs, Isenfluh (47 Jahre).

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