Benjamin Meier, Metzerlen, wurde während der Pandemie zum neuen Präsidenten der Obstproduzentenvereinigung Schwarzbubenland (OVS) gewählt und leitete am letzten Freitagabend seine erste GV in Büren SO. Während des gemütlichen Imbisses wurden Bilder von der Olma 2013 gezeigt, an der der Kanton Solothurn, vor allem die Schwarzbuben aus dem Kirschenland, einen erinnerungswürdigen Auftritt hatten.
Ein Plus in der Kasse
«In den letzten Jahren musste ich stets ein Loch in der Kasse melden», erklärte Kassier Georg Hofer, «doch dieses Mal kann ich ein Plus von rund 1300 Franken bekannt geben.»
Im Jahresbericht schaute der Präsident auf ein aktives Jahr zurück mit erfolgreichem Schorniggelifescht, beliebten Hochstammschnittkursen, Herausforderungen wegen Frost, Unwettern und der Kirschessigfliege. «28 Jahre wirkte Fridolin Roth, Breitenbach, im Vorstand», begann Vorstandsmitglied Louis Doppler, Witterswil, die Hymne auf den Zurückgetretenen. Roth sei ein ruhiges, freundliches und aktives Mitglied gewesen. «Stellt euch vor», hob Doppler hervor, «der Geehrte besuchte in den fast drei Jahrzehnten ausnahmslos jede Sitzung des Verbands.»
Während der Pandemie hatte auch Dieter Koeninger, Metzerlen, nach elf Jahren Vorstandsarbeit, wovon vier als Präsident, demissioniert. Der Laudator lobte sein einzigartiges Organisationstalent, sei es für Reisen oder als Küchenchef: «Wo immer er sich einsetzte, war etwas los», schmunzelte er.
Schäden im Steinobst
Philipp Gut, von der Fachstelle Spezialkulturen Wallierhof, orientierte über Schäden an Steinobst und Beeren wegen Kälte, Frost, Trockenheit sowie Hitze und zeigte eindrückliche Bilder über deren Folgen. Er ging ein auf Erntenachteile durch Kirschessigfliege, Marmorierte Baumwanze, Rotbeinige Baumwanze, Grüne Stinkwanze, Amerikanische Kiefernwanze, Japankäfer, Schorf und Wickler. «Eine gute Nachricht habe ich», freute er sich: «Wickler und Schorf gehen in den letzten Jahren bei uns zurück.» Er stellte erneut eine Liste zusammen von den Schädlingen und mit welchen legalen Mitteln sie (noch) bekämpft werden dürfen.
Sich Prioritäten setzen
«Zeitmanagement», ein Wort, das in aller Munde ist. «Trotz Maschinen und viel Unterstützung haben alle das Gefühl, wir hätten keine Zeit», stieg Monika Tellenbach, Fachlehrerin Hauswirtschaft Wallierhof, ins Thema ein. Sie listete Zeitdiebe und Zeitfallen auf und erläuterte, wie diesen zu begegnen sei. «Setzen Sie täglich Prioritäten, schreiben Sie sie auf und halten Sie sich möglichst an den Ablauf», hielt sie fest. «Und vergessen Sie nicht: Meistens ist es zeitsparender, im Gegenteil zum Multitasking bloss im Monotasking-Modus unterwegs zu sein.»

