Gut 139 Millionen Franken Darlehen hat die Aargauische Landwirtschaftliche Kreditkasse (ALK) per Ende 2022 vergeben, knapp 1 Million mehr als im Vorjahr. Insgesamt hat die Geschäftsstelle 95 Anträge bewilligt, nur ein Gesuch wurde abgelehnt. Dies meldet die Organisation in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2022.
Attraktive Darlehen
Im Berichtsjahr wurden 144 Gesuche für Darlehen oder Beiträge eingereicht. Die Projekte würden grösser und komplexer, die steigende Regeldichte trage zu längerer Planungsphase bei, beobachtet die ALK. Die Tendenz des steigenden Bedarfs sieht sie bestätigt: «Ende Berichtsjahr waren keine Anzeichen erkennbar, dass die Nachfrage nach Darlehen der ALK aufgrund der konjunkturellen Entwicklung zurückgehen würden.» Als mögliche Erklärung wird genannt, dass bei generell steigenden Zinsen die zinslosen ALK-Darlehen attraktiver würden.
16,1 Millionen Franken Investitionskredite wurden im Jahr 2022 an 72 Betriebe zugesichert, im längerfristigen Vergleich ein durchschnittlicher Wert. Drei Viertel davon beanspruchten Milchwirtschaftsbetriebe. Massnahmen zur Förderung der umwelt- und tierfreundlichen Produktion förderten weiterhin die Bautätigkeit bei landwirtschaftliche Hochbauten wie Spritzenwaschplätzen und Güllebehälterabdeckungen. Diese Beiträge lagen deutlich über dem Mehrjahresschnitt mit knapp 600 000 Franken für 43 bewilligte Gesuche.
Mehr Umschuldungen
Wegen des veränderten Zinsumfeldes rechnet die ALK mit steigendem Bedarf nach Umschuldungen. Im Jahr 2022 wurden sieben neue Betriebshilfedarlehen über 1,3 Millionen Franken gewährt, vier für eine Umschuldung, zwei wegen Ehescheidungen und eines wegen der Kündigung eines Privatdarlehens.

