Nach der Fusion mit der Landwirtschaftlichen Genossenschaften Schlatt sowie mit der Genossenschaft Dägerlen und Umgebung stieg der Umsatz der Landi Weinland im vergangenen Jahr auf 99,396 Millionen Franken. Die Landi Weinland beschäftigt 209 Mitarbeiter, was 151 Vollzeitstellen entspricht. Mit der Fusion sind 115 Mitglieder der ehemaligen Landi Schlatt und 180 der ehemaligen Landi Dägerlen hinzugekommen. Damit gehören der Landi Weinland 906 Genossenschafter an.
Anspruchsvolle Umsetzung
"Wir verzeichneten mit zwei Fusionen ein intensives Geschäftsjahr 2018. Es wurde von allen Beteiligten viel geleistet", hielt Präsident Leo Schmid vor den rund 150 Genossenschaftern und Gästen an der Generalversammlung fest. Geschäftsführer Christian Lutz sprach von einer sehr anspruchsvollen operativen Umsetzung der Fusion. Diese brachte grosse personelle und organisatorische Veränderungen. So wurde eine Agrarleitung eingesetzt. Die Versicherungen wurden zusammengelegt, es musste eine Konsolidierung der Rechnung vorgenommen werden. Auch die Zusammenlegung der IT war eine grosse Herausforderung.
Biogetreide legt zu
Umsatz- und ertragsmässig ist der Bereich Detailhandel mit den Landi-Läden, den Volg Dorfläden und den Top Shops mit 43 Millionen Franken der stärkste, verlor aber rund 1 Million Franken an Umsatz. Dies führte Christian Lutz vor allem auf zwei Strassenbaustellen sowie auf die einmonatige Umbauzeit im Marthaler Landi-Laden zurück. Der Bereich Energie ist mit einem Umsatz von 27,2 Millionen Franken ein wichtiges Standbein. Im Agrobereich mit einem Umsatz von 23 Millionen Franken gewinnt die Übernahme von Biogetreide massiv an Gewicht. Dieses macht mengenmässig bereits einen Drittel aus. Auch die Bereiche Dienstleistungen und Ergänzungsgeschäfte waren mit einem Umsatz von 6,039 Millionen Franken gut unterwegs.
Das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern von 3,196 Millionen Franken lässt die maximal möglichen Abschreibungen von 2,643 Millionen Franken zu. Schliesslich resultierte ein Ergebnis von 852 000 Franken. Davon muss nach der Fusion noch der Verlustvortrag von 267 000 Franken der Landi Dägerlen finanziert werden. Somit verbleibt ein Bilanzergebnis von 627 000 Franken. Davon werden 586 000 Franken den freiwilligen Reserven zugeführt. "Mit dem erwirtschafteten Umsatz ist die Landi Weinland innerhalb der Fenaco landesweit die drittgrösste Genossenschaft", hielt Michael Rück von der Landi Treuhand fest.
Laden-Standort sichern
In Sulz-Rickenbach stehen beim Bahnhof zwei Produktions- und Lagerhallen zum Verkauf. Die Landi Weinland sucht schon seit Längerem im Raum Winterthur Ost einen Standort für einen weiteren Landi-Laden. Sie möchte sich mit dem Kauf der beiden Hallen diesen Standort sichern. «In eine der beiden Hallen möchten wir einen Landi-Laden einbauen», führte Leo Schmid aus. Ein Bauprojekt liegt noch nicht vor. Für die zweite Gewerbeliegenschaft stehen verschiedene Optionen offen. Neben Fremdvermietungen ist auch ein überregionaler Agrarstandort möglich. Die Landi-Führung versicherte, dass für den Landi-Laden kein Rückbau nötig sei. Mit 105 gegen 16 Stimmen bei einigen Enthaltungen stimmten die Genossenschafter dem Kreditbegehren von 4,6 Millionen Franken zu.

