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Die Herausforderungen für Schafhalter: Die Zucht erfolgreich in die Zukunft führen

Der Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbands, Peppino Beffa blickt zurück auf ein Jahr mit guten Preisen. Als grösste Bedrohung der Schafzucht sieht er den Wolf. Bald müsse man zu jeder Zeit und überall mit ihm rechnen.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Lammfleischproduzenten dürfen glücklich auf dieses Jahr zurückblicken. Die Preise waren letztmals vor dreissig Jahren so hoch wie im aktuellen Jahr. Eine leicht tiefere Inlandproduktion aber auch die gute Inlandnachfrage und das Engagement der Abnehmer haben zu diesen guten Preisen geführt. Dafür dürfen wir allen unseren Partnern auch ruhig mal herzlich Dankeschön sagen. Dies ist nicht selbstverständlich. Solange es allen gut geht mit diesem Geschäft und alle etwas verdienen können, sind auch alle zufrieden.

Die Herausforderungen für Schafhalter: Die Zucht erfolgreich in die Zukunft führen
Peppino Beffa ist Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbands.

Der grösste Teil der Schafe wird im Winter im Stall gehalten. Es ist immer wieder schön, in Schafställe zu schauen. Gut gepflegte Tiere, bei bester Fütterung und Pflege wiederkäuend im sauberen Stroh liegend sind eine Augenweide. Der Vergleich mit der Darstellung von Weihnachten mit der Krippe, dem Jesuskind und den Schafen bei Laternenlicht ist naheliegend und erfüllend. Diese positiven Gedanken erfüllen doch alle mit grossem Dank. Insbesondere, wenn wir die Festtage noch bei bester Gesundheit feiern können. Nicht alle können aber so glücklich auf das vergangene Jahr zurückschauen. Einzelne von uns haben liebe Mitmenschen verloren. Da hat dann alles eine andere Gewichtung.

Die Herausforderung ist der Wolf

Der Blick auf das Jahr 2022 ist aber bei sehr vielen getrübt. Wie soll es weitergehen. Gute Preise sind das Eine. Die grösste Herausforderung in der Zukunft ist für alle sicher die ganze Problematik mit den Wölfen. Es ist nur eine Frage der Zeit, dann ist überall und jederzeit mit dem Auftreten der Wölfe zu rechnen. Die Wölfe ins Pfefferland zu wünschen, ist wie ans Christkind zu glauben.

Offene Fragen beantworten

Die Hauptfrage wird sein, wie kann ich meine Schafhaltung in die Zukunft führen? Welche Schutzmassnahmen wirken, wie kann ich diese umsetzen, wer zahlt mir die Kosten für Material, allenfalls Schutzhunde und vor allem die grosse Mehrarbeit? Sämtliche Organisationen um das Kleinvieh, Alpwirtschaft, Mutterkuh Schweiz, der Schweizerische Bauernverband engagieren sich für die Tierhalter. Zusammen können wir sicher mehr erreichen als jeder alleine. Wir geben sicher unser Bestes. Für die Zukunft wünsche ich uns allen gute Gesundheit in Haus und Stall, viel Erfolg und Ausdauer zur Bewältigung der Herausforderungen.

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