ABO

Reto Sonderegger füllt mit der japanischen Traktorenmarke Kubota eine Marktlücke

Die Sonderegger Landtechnik GmbH in Birmensdorf feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Inhaber Reto Sonderegger verkauft als einziger Händler weit und breit die japanische Traktorenmarke Kubota – aber warum eigentlich?

Wenn die Sonderegger Landtechnik GmbH zur zehnjährigen Jubiläumsfeier und Hausmesse einlädt, herrscht Volksfeststimmung.

Vor Ort riecht es nach Pommes und grillierten Bratwürsten, deutsche Partymusik feuert den Grilleur an, Kinder wälzen sich lachend in der Hüpfburg, Besucher begutachten die ausgestellten Maschinen. Was auffällt, sind die Traktoren mit der markant orangen Farbe.

Marktlücke geschlossen

«Als ich die Werkstatt vor zehn Jahren direkt nach Lehre übernahm, suchte ich eine Marktlücke», sagt Reto Sonderegger, Inhaber des Geschäfts. Fündig wurde er schliesslich mit der japanischen Traktormarke Kubota. Weit und breit sei er der einzige Händler, der diese Marke im Sortiment führe. Warum eigentlich?

«Kubota produziert von den Motoren bis zur Achse alles selbst. Die Qualität überzeugt – deshalb geben wir auf jeden Traktor fünf Jahre Garantie», sagt Sonderegger. Überzeugt habe ihn auch der endverbraucherfreundliche Aufbau. Sämtliche grundlegenden Wartungsarbeiten und Reparaturen könne ein Landwirt selbst erledigen. Herstellerbeschränkungen, wie sie bei anderen Marken zunehmen, gebe es bei Kubota nicht. Zufrieden erzählt er von seinem letzten Verkauf: ein Kubota M6 mit 120 PS, der auf dem Vorplatz steht.

Der Kubota M6 mit 120 PS inkl. Sonderanfertigung mit Seilwinde und angebautem Frontlader für den Forst. Eingesetzt wird er von der Holzkorporation Birmensdorf.
Der Kubota M6 mit 120 PS inkl. Sonderanfertigung mit Seilwinde und angebautem Frontlader für den Forst. Eingesetzt wird er von der Holzkorporation Birmensdorf.

Traktor mit Forstpaket

Für den Käufer, die Holzkorporation Birmensdorf, wurde der M6 mit einem Forstaufbau versehen. Konkret heisst das: Ein Forstschutzrahmen schützt die Kabine, und der Traktor ist mit einer Portalachse ausgerüstet und verfügt über die lenkungsabhängige Vorderachsbeschleunigung (Bi-Speed) – eine Kubota-Spezialität. Ab einem gewissen Lenkeinschlag läuft die Vorderachse schneller, was den Wendekreis verkleinert und die Traktion in engen Kurven verbessert. Komplettiert wird der Aufbau durch eine Heckseilwinde mit zwei Trommeln, die je acht Tonnen Konstantzug liefern.

Neuer Stihl-Shop

«Das Ziel ist es, einen Traktor im Jahr zu verkaufen», sagt Sonderegger. Noch wichtiger sei ihm aber ein guter Service – und dass seine Kunden mit der Werkstatt zufrieden seien.

Anlässlich des Jubiläums standen in der Werkstatt Festbänke, an denen sich Besucher unterhielten und verpflegten. Eine Treppe führte nach oben zur neuesten Erweiterung: einem vollständig eingerichteten Stihl-Shop. Vom Rasenmäher bis zur benzinbetriebenen MS 881 Kettensäge mit 8,7 PS bietet er eine breite Auswahl an Geräten für die Garten- und Forstarbeit – alle ebenfalls in Orange.

Einen Traktor verkaufte Sonderegger an diesem Tag zwar nicht. Dafür fanden im Shop mehrere kleinere Maschinen neue Besitzer. Wer nicht mit einem Kubota vom Hof fuhr, nahm zumindest ein handliches Stück orange Technik mit nach Hause.

Zur Webseite

Weiterlesen

  • Die erste Etappe der Moderhinke-Bekämpfung war positiv.

    Die Moderhinke-Bekämpfung ist auf gutem Weg

    12 Prozent der Betriebe sind am Ende der ersten Untersuchungsperiode noch positiv. Jetzt gilt es, weiter am Ball zu bleiben.
    Show more
    ABO
  • Kulinarisches Berner Oberland: Gewinnen Sie das Buch «Alpe-Chuchi»

  • «Melken ist für mich wie Yoga» – Janine Rieders Weg zur Landwirtschaft

    ABO