Kurz & bündig
- Jeder Schwadertyp hat seine Stärken.
- Entscheidend sind Futterart und Einsatz.
- Eine saubere Einstellung ist wichtiger als das System.
- Das Ziel ist ein gleichmässiger, sauberer Schwad.
Schwaden können alle, das ist klar. Die Frage ist nur, was ist ein guter Schwad?
Ein guter Schwad:
- Ist gleichmässig geformt und ohne Haufen.
- Seine Grösse passt zum nachfolgenden Ernteverfahren.
- Das Futter wurde nicht verschmutzt durch Arbeitswerkzeuge.
- Ein «schön» geschwadetes Feld sieht letztlich einfach gut aus, obwohl die «Kunst» vergänglich ist.
Die bekanntesten Schwadertypen in der Schweiz sind der Kreiselschwader, der Pick-up-Bandschwader, der Kammschwader und der Bandrechen. Ein selteneres System ist der Sternradschwader.
Der Kreiselschwader ist ein bewährter Allrounder

Kreiselschwader werden in den verschiedenen Grössen und Zusammensetzungen vom Einkreisel- bis zum Vier- oder gar Sechs-Kreiselschwader angeboten und sind das am meisten eingesetzte Schwadsystem. Bei zu aggressiver Einstellung besteht die Gefahr von Bröckelverlusten und Futterverschmutzung. Die Bodenanpassung der Kreiselschwader wird optimiert durch zusätzliche Stützräder, damit die Zinken präziser am Boden geführt werden, ohne dabei Erde aufzunehmen. Optimierungen finden auch bei Zinkenführungen und Zinkenformen statt. Nebst Futtersauberkeit sollen dadurch auch höhere Fahrgeschwindigkeiten möglich sein. Der Kreiselschwader ist vielseitig und eignet sich für alle Futterarten und Geländeverhältnisse.
Pick-up-Bandschwader mit dem Ruf für beste Futterqualität

Pick-up-Schwader nehmen das Futter vollständig vom Boden auf und legen es über ein Förderband wieder ab. Dadurch wird das Futter kaum über den Boden geschoben, was Bröckelverluste und Verschmutzungen reduziert. Das Verfahren eignet sich deshalb vor allem für Betriebe mit hohen Ansprüchen an die Futterqualität. Dabei zählt auch hier die Tatsache, dass die Maschine das Futter nicht besser machen kann, als es ist. Der Pick-up-Bandschwader ist also dort das Tüpfchen auf dem «i», wo Bestandespflege und Schnitthöhen dem Niveau des Pick-up-Bandschwaders entsprechen. Entscheidend für eine gleichmässige Schwadablage ist eine kontinuierliche Fahrgeschwindigkeit, damit der Gutfluss regelmässig erfolgt. Bei mehrteiligen Maschinen sind verschiedene Schwadablagen möglich.
Der Kammschwader nimmts locker

Beim Kammschwader wird das Futter angehoben und seitlich gefördert. Dadurch entsteht ein besonders lockerer Schwad und wenig Futterverschmutzung. Vor allem bei Dürrfutter und Heu gilt dieses Verfahren als sehr schonend. Bei langem und feuchtem Futter kann sich jedoch ein verzopfter Schwad bilden, was die Aufnahme durch Häcksler oder Presse erschwert. Dank der leichten Bauweise eignet sich der Kammschwader gut für den Frontanbau, wodurch das Futter nicht überfahren werden muss. Das ist immer gut betreffend Futtersauberkeit. Je nach Trägerfahrzeug kann der Kammschwader an Zweiachsmähern bis hin zu mehrteiligen Kammschwadern an Traktoren angebaut werden.
Der wendige Bandrechen

Beim Bandrechen wird das Futter mit Zinkenleisten seitlich geschoben, ähnlich wie beim Kreiselschwader. Heutige Maschinen sind mit einem Trennrad für das liegende Futter ausgerüstet. Damit wird eine klare Arbeitsbreite ermöglicht. Dank der einfachen Bauweise, des geringen Leistungsbedarfs und der guten Bodenanpassung eignen sich Bandrechen auch für kleinere Traktoren und den Einsatz in Hanglagen.
Die Bilder zu diesem Beitrag stammen nicht aus dem Jahr 2026. Die Trockenheit ist aktuell allgegenwärtig und der Gedanke an die Futterernte ist weit weg. Es ist zu hoffen, dass die Produktion bald wieder möglich ist und die Maschinen wieder zum Einsatz kommen.

