Rhabarber: Saure Köstlichkeit

Für die einen sind sie viel zu sauer, für andere hingegen ein kulinarisches Vergüngen: Die Rhabarber.

Rhabarber ist eine der ersten Gemüsesorten, die frisch auf den Teller kommen. Charakteristisch sind nicht nur die grün-roten Stängel und die breitflächigen, dunkelgrünen Blätter, sondern auch der erfrischende, säuerliche Geschmack. Dieser kommt von der enthaltenen Apfel- und Zitronensäure.

Kalorienarmer Gaumenschmaus

Rhabarber ist äusserst gesund: Nebst den Mineralstoffen Kalium und Kalzium enthält er auch die Vitamine A, B1, B2 und C. Und mit 13 kcal pro 100 g ist er energiearm und somit ideal für Linienbewusste. Rhabarber ist zudem reich an Verdauung fördernden Ballaststoffen.

Rhabarber enthält aber auch Oxalsäure, die die Bildung von Nierenstein begünstigen kann. Weil Oxalsäure vorwiegend in den Blättern steckt, sollten diese nicht gegessen werden. Stängel enthalten zwar auch Oxalsäure. Werden diese aber geschält und zusätzlich gekocht, ist deren Verzehr unbedenklich. Das Kochwasser sollte unbedingt weggeschüttet werden.


Rhabarber wird in der Küche vorwiegend zu süssen Speisen verarbeitet – etwa zu Kompott, Cremen, Kuchen oder Saft.

Pflegeleichte Pflanze

Der zur Familie der Knöterichgewächse gehörende Rhabarber ist pflegeleicht. Am besten wächst er auf humus-, nährstoff- und kalkreichen Böden. Die oberirdischen Teile sterben im Herbst ab; im Frühjahr treibt der Rhabarber aus den unterirdischen Knospen wieder aus.


Der Rhabarber ist eine alte Nutzpflanze. In China wurde er bereits vor 4‘000 Jahren medizinisch genutzt. In Europa hingegen fand er erst im 18. Jahrhundert Verbreitung, zunächst in England und später dann auch auf dem Festland.


Die Rhabarber-Ernte dauert in der Schweiz von April bis Juni. Die Hauptanbaugebiete liegen in den Kantonen Thurgau, Schaffhausen, Bern und Fribourg.

Michael Wahl, LID

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