Sein Name ist irreführend: Buchweizen ist nicht mit dem Weizen verwandt. Er hat ganz andere Inhaltsstoffe als das Brotgetreide. Zum Beispiel enthält das Pseudogetreide kein Gluten. Deshalb ist er eine wichtige Alternative für Personen mit Zöliakie oder einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten. Der Name wurde von der Rotbuche abgeleitet. Die dreikantigen Samenkörner haben Ähnlichkeiten mit den Buchecken, den Früchten der Rotbuche.
Anspruchslos im Anbau
Buchweizen ist nicht das einzige Pseudogetreide, das einen Aufschwung erlebt: Amarant und Quinoa ergeht es ähnlich. Auch sie werden wieder häufiger in der Schweiz angebaut. Der Ursprung des Buchweizens ist in Zentralasien. Er wird jedoch seit dem Mittelalter in Europa angebaut und war die Nahrung von armen Leuten. Der Kartoffelanbau verdrängte den Buchweizen von den Feldern. Dadurch ging er fast vergessen. Im Kanton Graubünden blieb jedoch die Tradition des Buchweizenanbaus erhalten, die Pizzocheri und andere Produkte werden aus Buchweizenmehl hergestellt.
Das Knöterichgewächs ist verwandt mit dem Rhabarber, dem Spinat oder der Sauerampfer. Die bis zu 150 Zentimeter hohe Pflanze stellt keine grossen Ansprüche an den Anbau und ist pflegeleicht, hingegen ist sie frostanfällig. Die kurze Vegetationszeit von 14 bis 18 Wochen ermöglicht einen Anbau in höheren Lagen. Die Aussaat erfolgt nach den Eisheiligen ab Mitte Mai bis Mitte Juni.
Nach der Ernte werden die Körner für die weitere Verarbeitung geschält. Sie werden für Beilagen, Burger, Salate, Eintöpfe oder Suppen verwendet. Aus dem Mehl können Omeletten, Knöpfli, Gebäcke und Brote hergestellt werden. Jedoch wird bei der Herstellung von Teigen in der Regel nur ein Teil des Mehles durch Buchweizenmehl ersetzt, weil das Klebereiweiss fehlt.
Buchweizen kochen
Für 4 PersonenZutaten
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200 g Buchweizen-Körner
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kochendes Wasser
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4 dl Wasser
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Bouillon, Salz, Pfeffer
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etwas Butter
Zubereitung
Buchweizen-Körner in eine Pfanne geben, mit kochendem Wasser übergiessen, durchschwenken und durch ein Sieb abgiessen.
Die Körner zurück in die Pfanne geben, Wasser beifügen, aufkochen, zugedeckt bei kleiner Stufe während ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Bouillon, Salz und Pfeffer würzen. Mit etwas Butter oder Sauerrahm verfeinern.
Die gekochten Buchweizen-Körner kann man als Beilage zu Fleisch- oder Gemüsegerichten servieren. In der kalten Jahreszeit werden den gekochten Körner gedämpfte Gemüse wie Rüebli, Lauch oder Kabis beigefügt und mit Käse bestreut. Reste mit einem zerklopften Ei mischen, zu Bratlingen formen und in Bratbutter bei mittlerer Hitze backen.
Für einen Salat die gekochten, warmen Körner mit einer Salatsauce, Tomaten- und Peperoniwürfelchen oder anderem Gemüse, fein gehackter Petersilie und Basilikum mischen und als Beilage zu Grilladen servieren. Wer mag, reichert den Salat mit Käse für eine vollwertige Mahlzeit an, die sich gut eignet zum Mit-nehmen für ein Picknick oder als Lunch am Arbeitsplatz. asw
Gut für die Nerven
Als einzige pflanzliche Eiweissquelle verfügt der Buchweizen über alle acht lebenswichtigen Aminosäuren. Deshalb hat das enthaltene Eiweiss eine hohe biologische Wertigkeit. Der Körper kann damit sehr viel körpereigenes Eiweiss aufbauen. Deshalb wird der Buchweizen in der vegetarischen Küche besonders geschätzt.
Die Kombination der essenziellen Aminosäuren mit dem enthaltenen Phospholipid Lezithin wirkt sich positiv auf die Nerven und das Gehirn aus. Ein weiterer Pluspunkt für den Buchweizen ist der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese wirken gegen die verschiedensten Entzündungen im Körper. Ebenfalls entzündungshemmend ist der sekundäre Pflanzeninnhaltsstoff Rutin. Er gehört zu den Flavonoiden und wirkt gegen Oxidationen im Körper. Zusätzlich zur entzündungshemmenden Wirkung verbessert er ausserdem die Durchblutung in den Gefässen und stärkt diese. Im Weiteren werden Beschwerden durch Krampfadern oder Hämorrhoiden gelindert. Das Rutin ist in den Blättern und Blüten enthalten. Eine Teekur von vier bis sechs Wochen stärkt die Venen.
Die Vitalstoffe Eisen, Magnesium, Kalium, Kalzium, Kieselsäure, Kobalt, Kupfer, Mangan, Zink sowie alle B Vitamine und E Vitamine runden den Gehalt der wertvollen Nährstoffe ab. Buchweizen sättigt schnell und anhaltend. Durch den hohen Gehalt an Faserstoffen gelangen die Kohlenhydrate nur langsam ins Blut. Der Blutzuckerspiegel schnellt nicht in die Höhe, sondern steigt gemächlich an. Dadurch entstehen weniger Heisshungerattacken und die Leistungsfähigkeit wie auch das konzentrierte Arbeiten werden verbessert.

