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Ohne Freiwilligenarbeit geht vieles nicht

Bäuerin Irene Neff hütet ehrenamtlich Kinder und Familienfrau Patrizia Sutter turnt unentgeltlich vor, sodass Eltern ins Muki-Turnen gehen können.

Als Ausgleich zur Familienarbeit ist Patrizia Sutter sehr engagiert als Muki- (Mutter und Kind) und Jugendriegenleiterin tägig. Durch ihre Ausbildung als Primarlehrerin bringt die vierfache Mutter das nötige Rüstzeug mit, diese Turn-Lektionen vorzubereiten; und das alles in vielen Stunden Freiwilligenarbeit.

Grosseltern arbeiten

Patrizia Sutter findet es wichtig, dass sie etwas für die Allgemeinheit in der Region tun kann. Die teilnehmenden Muki-Mütter und -Väter schätzen das Turn-Angebot sehr. "In einer Landgemeinde sehen sich die jungen Familien sonst nur selten", meint die engagierte Turnleiterin. Zudem würde auch noch wichtige Nachwuchsarbeit für den Turnverein und die Jugendriege geleistet.

"In einer Landgemeinde sehen sich die jungen Familien sonst nur selten."

Patrizia Sutter, freiwillige Muki-Turnlehrerin

Schon seit einigen Jahren wird das Turnen angeboten. Für Eltern mit mehreren Kindern wurde es in der Zwischenzeit jedoch immer schwieriger, jemanden zu finden, der während der Turnstunde auf die kleinen Geschwister aufpasst. Viele Grosseltern sind heutzutage noch berufstätig, und es ist für sie nicht ohne Weiteres möglich, dass sie sich für die Zeit des Muki-Turnens freinehmen können. So entstand die Idee eines Muki-Horts. Vor zwei Jahren wurde an einer Turner-Unterhaltung und im Bezirksblatt ein Aufruf gestartet: Gesucht vier freiwillige "Muki-Gomerinnen".

Zwei Stunden Einsatz

Eine von diesen Muki-Hortfrauen ist Irene Neff. Sie ist Bäuerin und selber Mutter von unterdessen drei erwachsenen Kindern. Sie leistet auch im Bäuerinnenverband Appenzell Innerrhoden als Vorstandsmitglied wertvolle Freiwilligenarbeit. Ihr Interesse, im Muki-Hort mitzuhelfen, wurde schnell geweckt. "Ich wäre früher gerne mit meinen Kindern ins Turnen gegangen, verschiedene Gründe verhinderten dies leider."

"Ich wäre früher gerne mit meinen Kindern ins Turnen gegangen."

Irene Neff, Bäuerin und ehrenamtliche Muki-Gomerin

Mittlerweile kann Irene Neff ihre Zeit für solche ehrenamtliche Einsätze selber einteilen. Sie freut sich jeweils auf diese zwei Stunden jede zweite Woche. Der Kontakt zu den jungen Familien im Dorf schätzt sie sehr, sowie der kollegiale Austausch unter den anderen vier Hort-Frauen. "Man verliert dadurch weniger den Kontakt ins Dorf." Es ist für sie selbstverständlich, dass sie dieses Engagement unentgeltlich leistet. "Die lachenden Kinderaugen und die dankbaren Mütter und Väter sind für mich sehr viel wert."

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