Mathias Haas, warum absolvieren Sie die Ausbildung als Landwirt?
Die Arbeit im Stall, mit den Tieren und die Arbeit mit Maschinen mag ich sehr. Auch die Naturverbundenheit gefällt mir. Und natürlich finde ich die neue Technik in der Landwirtschaft sehr spannend.
Welches Tier fasziniert Sie besonders?
Am faszinierendsten ist für mich die Milchkuh, denn ich bin damit aufgewachsen und sie darf für mich in keinem landwirtschaftlichen Betrieb fehlen. Die Kuh ist sehr spannend, weil sie so vielseitig genutzt werden kann, zur Milch- und zur Fleischproduktion. Mit einer Kuh kann man eine enge Beziehung aufbauen und pflegen, das finde ich sehr wichtig.
Warum ist der Beruf Landwirt ein Job mit Zukunft?
Weil dieser Beruf nicht so einfach zu automatisieren ist und weil der Stellenwert des Tierwohls steigt. Das heisst, es braucht Menschen, die sich um ein Tier kümmern und es pflegen. Wenn der Beruf «vollautomatisiert» wird, ginge dies verloren und ein Tier würde nur noch wie ein Objekt behandelt. Dieser Beruf wird immer bestehen, weil Landwirte Lebensmittel produzieren, welche die Bevölkerung konsumiert und zum Leben braucht.
Was ist ein No-Go in der Landwirtschaft?
Für mich steht an erster Stelle, dass man kein Tier auf irgendwelche Art misshandelt. Als Landwirt muss man darauf schauen, dass man dem Tierwohl gerecht wird, denn ich finde es ein No-Go, dass Tiere Hunger haben müssen bzw. schlecht gepflegt werden.
Wie sieht Ihre Zukunft aus?
Wenn ich meine Ausbildung beendet habe, plane ich eine Saison lang im Ausland auf einem Landwirtschaftsbetrieb zu arbeiten und danach in einem Lohnunternehmen. Wenn es so weit ist, möchte ich den Hof zu Hause übernehmen und meine Vorstellungen umsetzen. Ich möchte unseren Familienbetrieb, wenn möglich, um einige Hektaren vergrössern und den Tierbestand aufstocken.

