Der ökologische Fussabdruck eines Menschen gibt Auskunft darüber, wie viel Land und Wasserfläche eine Person benötigt, um ihren Bedarf an Ressourcen zu decken und ihre Abfälle zu neutralisieren. Der ökologische Fussabdruck der Menschheit ist so gross, dass wir mindestens 1,7 Erden benötigen. Beinahe drei Erden wäre notwendig, wenn alle so leben würden, wie ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung. Am 7. Mai 2019 war der Swiss Over-shoot Day – seither leben wir auf Pump, weil wir die natürlichen Ressourcen fürs 2019 bereits aufgebraucht haben.
Handeln mit Köpfchen
Jeder Einwohner verursacht durch Wohnen, Mobilität und Konsum CO2-Emissionen. Durch eine bewusste(re) Lebensweise lassen sich die Mengen reduzieren und oftmals Kosten ein-sparen. Sich mit den eigenen Gewohnheiten und Verhalten auseinandersetzen ist der erste Schritt dazu. Der Foodprint-Rechner vom WWF gibt Auskunft über das persönliche Verhalten.
Warum nicht gleich mit den nachfolgenden Tipps starten?
Food Waste verhindern: Der Begriff Food Waste bedeutet auf Deutsch übersetzt «Verschwenden von Lebensmitteln». Food Waste entsteht bei der Verarbeitung von Lebens-mitteln, im Haushalt, in der Landwirtschaft, dem Grosshandel, der Gastronomie und im Detailhandel, aber auch bei der Lagerung. Der grösste Anteil an Lebensmitteln geht bei Frischgemüse gefolgt von Kartoffeln, Brot und Fleisch verloren. Berechnungen zeigen, dass es sich total um etwa 30 Prozent der Lebensmittel handelt, die wir verschwenden. Das sind einerseits sehr viele Tonnen, aber auch viel Geld.
Menüplanung: Wer Menüs plant und mit dem Einkaufszettel unterwegs ist, wird weniger Nahrungsmittel wegwerfen. Dazu gehört ebenfalls, dass man vor dem Einkaufen die Vorräte prüft und sie mit einplant.
Abfall verhindern: Beim Einkaufen vermindern mitgebrachte Taschen sowie Säcklein für Gemüse und Früchte den Abfallberg merklich.
Ressourcen sparen: Wer zu Fuss oder mit dem Velo einkauft, spart Ressourcen. Als positiver Nebeneffekt bekommt unser Körper frische Luft und Be-wegung, was die Gesundheit fördert. Wer oft zu Fuss unterwegs ist, trifft Menschen, und so entstehen interessante Gespräche.
Kurze Transportwege: Regionale und saisonale Produkte haben einen kurzen Transportweg, was der Schweizer Landwirtschaft zugutekommt und den CO2-Ausstoss minimiert.
Oftmals braucht es nur geringe Veränderungen des eigenen Verhaltens, um einen Beitrag zur Verminderung des ökologischen Fussabdrucks zu leisten.
Der Konsum der einzelnen Nahrungsmittel wird sich langfristig verändern: der Fleischkonsum wird tendenziell abnehmen, der Konsum von Getreide und Gemüse hingegen wird grösser sein. Die Verschiebung der Essgewohnheiten dauert jedoch Jahre.
Clever haushalten
Elektronische Geräte, die nicht genutzt werden, sollten immer ganz ausgeschaltet werden. Berechnungen gehen davon aus, dass der Stromverbrauch um bis zu 10 Prozent reduziert werden kann. Wer neue Haushaltsgeräte braucht, prüft diese vor dem Kauf auf die Energie-effizienz und wählt entsprechend nach neuen Technologien aus.
Geschirrspüler und Waschmaschine sollte man voll beladen und nur so laufen lassen. Für kleinere Mengen an Wäsche eignen sich die Kurzprogramme der Maschinen.
Wer richtig lüftet, das heisst, die Fenster für eine kurze Zeit ganz öffnet und Durchzug macht, lüftet effizient. Ausserdem können fünf Prozent Energie gespart werden, wenn man die Raumtemperatur um ein Grad senkt.
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