Seit 2005 hat sich der Konsum der Cherry-Tomaten in der Schweiz mehr als verdoppelt. 7'558 Tonnen wurden davon im Jahr 2013 produziert. Weitere 12'721 Tonnen wurden importiert. Das macht einen Pro-Kopf-Konsum von 2,52 Kilo aus. Eine stolze Zahl, die sich allerdings etwas relativiert, wenn man sieht, dass bei den grösseren Tomaten der Konsum gar bei 7,95 Kilo pro Kopf lag. Doch die kleinen Cherry-Tomaten holen stetig auf. Nur ein Bruchteil der Tomaten wird übrigens im Freiland angebaut, der weitaus grösste Teil stammt heute aus Gewächshäusern.
Von den Mayas nach Europa
Ursprünglich stammt die Tomate – in Österreich Paradeiser genannt – aus Lateinamerika. Schon die Maya kultivierten zu ihrer Zeit die Tomate. Nach Europa kam sie vermutlich um 1500 durch Christoph Kolumbus. Erste Beschreibungen der Tomaten in Europa stammen aus dem Italien des 16. Jahrhunderts. Der italienische Name für Tomate, Pomodoro, kommt von Pomi d'oro, was so viel wie "Goldener Apfel" bedeutet. Der deutsche Name Tomate leitet sich von Xitomatl, dem Wort dafür in Aztekensprache, ab.
Vom Salat bis zur Suppe
Heute sind Tomaten aus den Schweizer Tellern kaum mehr wegzudenken. In der Küche sind die an Vitamin C, Mineralstoffen und Karotin reichen Tomaten vielseitig verwendbar. Sie ergeben – gewürzt etwa mit Oregano, Thymian oder Basilikum – einen köstlichen Salat. Aber auch in Gemüseeintöpfen, auf Pizzen, verarbeitet zu Suppen oder Saucen schmecken Tomaten bestens. Und auch in getrockneter Form erfreuen sie sich grosser Beliebtheit. Saison haben die Schweizer Tomaten von April bis November.
Jonas Ingold, LID

