9 Prozent weniger Stich- und Schnittverletzungen in der Fleischbranche – dank einem Koffer

In Metzgereien und Fleischereien gibt es pro Jahr über 1000 Arbeitsunfälle. Besonders häufig sind Jugendliche betroffen. Die Abgabe eines Koffers mit Sicherheitsausrüstung zum Lehrbeginn zeigt Wirkung.

Ein Stichschutzhandschuh, eine Stechschutzschürze, ein Pamir, eine Schutzbrille, eine Messelehre, ein Ausbeinmesser und eine Handcreme – Das ist der Inhalt des Sicherheitskoffers für Lernende, der seit 2010 Jedem und Jeder zum Einstieg in die Arbeitswelt in einer Metzgerei oder Fleischerei mitgegeben wird. Das sei alles, was Mitarbeitende in dieser Branche brauchen, um sicher arbeiten zu können, heisst es in einer Mitteilung der Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS.

1160 Unfälle im Jahr 2019

Der Koffer soll unter anderem die Finger, Hände und Unterarme der jugendlichen Berufseinsteiger schützen. Denn mehr als die Hälfte der 1160 Unfälle im letzten Jahr betreffen diese Körperpartien. Wobei Jugendliche laut der EKAS besonders häufig betroffen sind.

Der Sicherheitskoffer solle die Lernenden während der gesamten Ausbildung und auch im späteren Arbeitsalltag begleiten.

9 Prozent weniger Stich- und Schnittverletzungen in der Fleischbranche – dank einem Koffer

Die wichtigste Schutzausrüstung ist im Sicherheitskoffer griffbereit, sauber verstaut und praktisch zu transportieren. (Bild Safeatwork.ch)

Ein Koffer mit Wirkung

Laut dem Ausbildungszentrum für die Schweizer Fleischwirtschaft ABZ ist der Sicherheitskoffer ein Erfolg: Man verzeichne bei den Lernenden einen Rückgang bei Stich- und Schnittverletzungen von über 9 Prozent und bei allen Unfällen von gut 7 Prozent. Dank dem Sicherheitskoffer könnten die Mitarbeitenden die Messer sowie die persönliche Schutzausrüstung PSA sicher und hygienisch verstauen und transportieren.

Im September wurde der 2222te Sicherheitskoffer übergeben:

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