Rund um die Thematik PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind viele Fragen offen. Entsprechend wichtig sind verlässliche Informationen und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten.
Agridea ist daran, eine Beratungsplattform aufzubauen, die landwirtschaftliche Betriebe und Beratende informativ und praxisnah unterstützen soll.
Unter anderem wird eine vollständige Übersicht der kantonalen Ansprechstellen und -personen erarbeitet. Die Plattform ist aktuell in Vorbereitung und wird Stück für Stück ab Juli 2026 veröffentlicht.
Kantone dienen als Ansprechstellen
Grundsätzlich stehen bei Fragen rund um PFAS kantonale Anprechstellen/-personen zur Verfügung.
Bei gewissen Kantonen (zum Beispiel Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden) ist das Amt für Landwirtschaft für Fragen und Beratung rund um PFAS zuständig.
In einigen Kantonen (zum Beispiel Basel-Landschaft, Graubünden, Luzern und Zürich) können auch die landwirtschaftlichen Bildungszentren kontaktiert werden.
Der Kanton St. Gallen bietet eine besonders umfassende Beratung an. Bei spezifischen Fragen stehen verschiedene Ansprechstellen zur Verfügung:
- Landwirtschaftliches Zentrum St. Gallen: Fragen zu Senkungsmassnahmen und Betriebsberatung.
- Landwirtschaftsamt: Fragen zum Gesuch für finanzielle Unterstützung.
- Amt für Umwelt: Fragen zur Bodenbelastung, zu Bodenuntersuchungen und Bauvorhaben mit PFAS-belastetem Boden.
- Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen: Fragen zur Lebensmittelbeprobung, Lebensmittelanalysen, Verfügungen.
- St. Galler Bauernverband: Coachingangebote zur psychologischen Unterstützung.
Auch Organisationen und Verbände unterstützen Betriebe
Neben den Kantonen bieten auch Organisationen und Verbände ihre Hilfe an, indem sie unter anderem Informationsmaterial bereitstellen und/oder Beratungen anbieten.
Der Schweizer Bauernverband (SBV) stellt unter anderem Faktenblätter, einen ausführlichen Grundlagenbericht und weiterführende Links zur Verfügung. Der Zürcher Bauernverband (ZBV) bietet zum Beispiel Unterstützung bei der Probenahme und berät Betriebe zu einfach umsetzbaren Massnahmen, mit denen sich der PFAS-Eintrag reduzieren lässt.
Bei Bio Suisse können LandwirtInnen ein Merkblatt beziehen und sich bei Fragen an die Geschäftsstelle wenden.

