Grosse Vielfalt an Systemen, um Rund- und Quaderballen aufzulösen

Wenn es nicht ein vollautomatisierter Fütterungsroboter sein soll, erleichtern Ballenauflöser die tägliche Arbeit bereits deutlich. Zur Wahl stehen stationäre, angebaute oder selbstfahrende Systeme.

Es muss nicht immer ein vollautomatisierter Fütterungsroboter sein, manchmal kann auch ein Ballenauflöser eine entscheidende Arbeitserleichterung bringen. Die Wahl der passenden Fütterungstechnik ist sehr individuell und hängt von der Betriebsgrösse, den baulichen Gegebenheiten und der Arbeitssituation ab. Den Betrieben stehen zahlreiche Lösungen zur Verfügung, um Fütterung und Arbeitszeit zu optimieren. Es lohnt sich, die verschiedenen Modelle zu vergleichen und den zukünftigen betrieblichen Gegebenheiten anzupassen.

Selbstfahrend, stationär oder angebaut

Für Betriebe mit einem hohen Anteil Rundballen sind in den letzten Jahren spannende Systeme weiterentwickelt worden. Das manuelle Auflösen der Siloballen ist zwar machbar, aber arbeitsintensiv und wenig effizient. Ballenauflöser gibt es unterdessen in verschiedenen Ausführungen, ob gezogen, am Front- oder Heckanbau, selbstfahrend oder stationär.

Gerade wenn die baulichen Gegebenheiten zu eng sind, um ins Tenn zu fahren, oder die Ballen anschliessend in einen Mischwagen kommen, ist der stationäre Abwickler eine gute Variante, die bereits eine flotte Arbeitserleichterung gibt.

Bei den angebauten Ballenauflösern im Front- oder Heckanbau gibt es einige Modelle, die ebenfalls am Hoflader angebaut werden können. Das hat den Vorteil, dass auch bei engeren Platzverhältnissen ins Tenn gefahren werden kann, um das Futter direkt vor der Krüpfe abzulegen. Zudem wird so der Traktor nicht blockiert und der Ballenauflöser kann, gerade wenn die Winterfütterung wieder beginnt, angebaut bleiben. So fällt die Umbauzeit weg und es kann direkt losgelegt werden.

Von einfach bis zu individuell angepasst

Zu beachten ist, dass die Arbeitsweise des Ballenauflösers bei Rund- und Quaderballen unterschiedlich ist. Daher können nicht mit allen Geräten Rund- und Quaderballen aufgelöst und gelockert werden. Es gibt sehr einfache Ausführungen, wie beispielsweise den Kettenabwickler von Hustler, der die Ballen mit integriertem Kratzboden über eine Wanne abwickelt und auflockert, bevor das Futter direkt abgelegt wird. Dieses Gerät ist sehr leicht und kann sowohl im Front- als auch im Heckanbau einfach angebaut werden.

Der Chainless-Ballenabwickler von Hustler arbeitet ohne Kette. Er hat dafür zwei Walzen, die mit unterschiedlicher Drehzahl gegeneinander arbeiten, damit das Futter gut gelockert wird. Er ist sowohl für Rund- als auch für Quaderballen geeignet und selbstladend. Die Geräte von Ballemax haben den Vorteil, dass sie vielseitig einsetzbar sind. Sie können auch zum Häckseln von Stroh und direkt zum Einstreuen genutzt werden.

Das selbstfahrende Unikum

Ein Unikum auf dem Schweizer Landmaschinenmarkt ist der Heini-Rocar, ein selbstfahrendes Modell, mit dem auch Maissiloballen vorgelegt werden können. Der Heini-Rocar kann durch die hydrostatische Lenkung auch bei sehr engen Platzverhältnissen wenden. Durch die modulare Bauweise können individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Das Gerät kann mit einem Futterzuschieber ausgerüstet werden.

Ebenfalls bieten die Ballenauflöser von Göweil flexible Systeme an. Das variable Anbausystem ermöglicht den Anbau aus drei Richtungen. Diese sind mit einem zusätzlichen hydraulischen Ladearm eingerichtet, mit dem die Siloballen direkt aufgeladen werden können. Der Ladearm ist einfach seitenverstellbar.

Der Trumag Rotofeed ist sehr vielseitig im Einsatz. Der gezogene Ballenauflöser ist robust und eignet sich sowohl für Rund- und Quaderballen wie auch für Siloblöcke. Mit dem Rotofeed können nebst Gras- und Maissilage auch Rübenschnitzel und Heu aufgelöst, gemischt und abgelegt werden. Der Austrag ist seitenverstellbar und damit flexibel.

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