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«Plötzlich mitten im Rummel zu stehen, war schon speziell»

Für Martin Hübscher waren die Bundesratswahlen und die Verschiebung der 3,5% BFF die Highlights seiner erster Parlamentssession. Im Interview wagt der Zürcher SVP-Nationalrat schon mal einen Ausblick auf die Frühjahrssession.

Herr Hübscher, wie haben Sie Ihre erste Session im Nationalrat erlebt?

Martin Hübscher: Als neuer Nationalrat war ich gespannt, auf das, was mich erwartet. Nach der Vereidigung galt es, sich im grossen Bundeshaus zurechtzufinden und sich mit allen Räumlichkeiten vertraut zu machen. Daneben kommen sehr viele Termine, Anfragen und Einladungen, die es zu ordnen und priorisieren gilt. Es ist sehr interessant und man wird als «Neuer» gut unterstützt von den Parlamentsdiensten und von hilfsbereiten Kolleginnen und Kollegen. [REL 2]

Welches war für Sie das wichtigste Ereignis in der Wintersession?

[REL 1] Besonders erwartungsvoll war ich auf die Bundesratswahl. Plötzlich Teil des Gremiums zu sein und mitten im Rummel zu stehen, war schon speziell. Man hatte fast den Eindruck, das ganze Bundeshaus verwandle sich in ein Fernsehstudio.

Aus landwirtschaftlicher Sicht war es die Motion Friedli, die nicht nur eine Verschiebung der 3,5% BFF um ein Jahr auf 2025 verlangt, sondern auch eine praxistauglichere und fachlich korrektere Berechnung. Nicht minder wichtig war für die Landwirtschaft die Budgetdiskussion. Es ist uns gelungen, den Zahlungsrahmen wie bisher fortzuführen. Das ist noch keine Erhöhung, aber immerhin keine Senkung. Die Landwirtschaft trägt somit auch zur Stabilisierung des Bundeshaushaltes bei – steigen doch die übrigen Kosten weiterhin sehr stark an.

Wer hat während Ihrer Abwesenheit den Betrieb gemanagt?

Meine Frau, die Mitarbeiterin, die Lernenden und treue Helferinnen und Helfer aus der Nachbarschaft haben uns unterstützt.

Im Februar folgt bereits die nächste Session. Wie bereiten Sie sich darauf vor?

Als Erstes findet im Januar bereits eine zweitätige Sitzung in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) statt, in der ich für die SVP Einsitz nehmen darf. Da gilt es, die Geschäfte zu studieren und sich vorzubereiten. Es sind gleich zwei Vorstösse zur Zuckerproduktion in der Schweiz traktandiert. Ebenfalls sind viele Geschäfte der letzten Legislatur noch offen, in die ich mich einlesen muss.

«Es gilt, mögliche Allianzen zu evaluieren, um in wichtigen Geschäften Mehrheiten zu schaffen.»

Martin Hübscher ist in Gedanken schon bei der Frühjahrssession

Wie feierten Sie Weihnachten?

Über Weihnachten haben alle Mitarbeitenden frei und wir führen den Betrieb jeweils als Familienprojekt. Dazwischen blieb auch Zeit, um im Familienkreise Weihnachten zu feiern.

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