Der Jahreswechsel ist der ideale Zeitpunkt, den Ballast des vergangenen Jahres abzuwerfen und sich gleichzeitig auf das neue Jahr zu freuen. Manchmal passieren aber auch interessante Dinge während des Jahreswechsels.
Kurz vor dem Jahreswechsel wurde erkannt, dass sich allenfalls eine Stromlücke öffnen könnte. Pünktlich zum Jahreswechsel stellte Deutschland im Rahmen der Energiewende und als Spätfolge von Fukushima einigeKohle- und Atomkraftwerke ab. Und am 1. Januar erklärte Brüssel, dass man Gaskraftwerke und neue AKWs als grüne Stromquellen einstufen will.
Die dogmatisch aufgebaute Energiewende erweist sich als Schuss ins Knie. Die Lösungsansätze sind dürftig, auch bei uns in der Schweiz. Ähnliches erleben wir Bauernfamilien Jahr für Jahr mit zunehmender Intensität. Je nach persönlicher Befindlichkeit greifen besorgte Bürger einen Teilaspekt unseres Metiers heraus und schlachten diesen in den Medien oder in Form einer Initiative aus.
Auch hier wird kaum ein Problem gelöst, der politische Aktivismus ist jeweils nur für die Galerie, denn an der Konsumenten- und Preisfront passiert nichts. Aufschreie der Empörung hallen durch das Land, wenn erkannt wird,dass die Landwirtschaft der Grosseltern längst dem wirtschaftlichen Druck gewichen ist. Es ist aber auch anstrengend hinzuschauen und zuzuhören, weshalb und warum die Realität nicht den Träumen aus der Werbung entspricht.
Wenn die «Bäume-Umarmer» nicht mehr nur den einzelnen Baum sähen und wir Bauern etwas Verständnis für den Schmerz hätten, wenn ein Baum fällt, wäre das schonein erster Schritt zu einer nachhaltigen Lösung.

