«Ich führe einen Bio-Betrieb und unsere Flächen sind immer begrünt. Dadurch entstehen aber auch mehr Ernterückstände. Es ist schwer, eine Maschine zu finden, die dabei nicht verstopft. Dass der Dynadrive tatsächlich kaum verstopft, hat mich beim Einsatz in der Praxis erstaunt», berichtet Landwirt Thomas Isenring, für den die Verstopfungsfreiheit auch in hohen Zwischenfruchtbeständen das wichtigste Kaufargument war. Auf seinem Betrieb in Nussbaumen TG fand kürzlich ein Feldtag statt, an dem das 3‑m-Pro-Gerät im Einsatz gezeigt wurde.
Der 150-PS-Traktor zieht die Maschine übers Feld
Thomas Isenring setzt den Dynadrive nun seit rund einem Jahr hauptsächlich zur Stoppelbearbeitung und zum Einarbeiten von Gründüngung ein. Er nutzt für die Bearbeitung einen Traktor mit 150 PS und erreicht damit Arbeitsgeschwindigkeiten zwischen 10 und 12 km/h.
Veranstaltet wurde der Feldtag von der Firma Rohn-Landtechnik aus Nordbayern, die seit 1987 Importeur des englischen Dynadrive-Herstellers Bomford in Deutschland ist. Seit 2025 agiert Rohn als Importeur für die deutschsprachige Schweiz.

Verschiedene Einsatzmöglichkeiten
Der Dynadrive arbeitet ohne Zapfwellenantrieb. Die Rotoren werden allein durch die Vorwärtsfahrt in Gang gesetzt. Über eine Duplexkette wird der hintere Rotor, der dreimal so schnell dreht und die hauptsächliche Mischarbeit erledigt, angetrieben. Die vordere Welle bricht den Boden auf. Durch die Bodenbearbeitung wird die Erde nach der Ernte gelockert und die Erntereste werden auf einer Arbeitstiefe zwischen drei und zehn Zentimetern mit der Erde gemischt.

Neben der Stoppelbearbeitung und dem Grünlandumbruch liegen weitere Einsatzbereiche bei der Gülleeinarbeitung und der Saatbettbereitung. Ein Unterschied zu einer herkömmlichen Fräse liegt laut Hersteller in der höheren Arbeitsgeschwindigkeit zwischen 10 und 20 km/h und geringerem Verschleiss durch die Zinkenstandzeit von 1 000 ha. «Je höher die Arbeitsgeschwindigkeit, desto besser funktioniert die Durchmischung durch die 1 : 3‑Übersetzung im Kettenkasten», erklärt Peter Rohn, Verkaufsleiter des Landtechnik-Unternehmens. Erhältlich ist der Dynadrive in verschiedenen Arbeitsbreiten von 2 m bis 5 m.

Gerät laufend weiterentwickelt
Die Selbstreinigung wird durch die ineinandergreifenden Löffelzinken der beiden Rotorwellen erreicht. Über die letzten Jahre hinweg wurde der Dynadrive von Peter Rohn massgeblich überarbeitet. 2018 wurde etwa die Zinkenzahl am hinteren Rotor verdoppelt. Die 64 zusätzlichen, nach rechts und links gebogenen Zinken des Pro-Systems sollen für eine flächigere Bearbeitung sorgen. Seit 2025 rüstet die Firma Rohn das Gerät optional mit einem selbst entwickelten Stabwalzen-Abstreifer aus. Er soll verhindern, dass sich Erde oder Pflanzenreste bei feuchten Bedingungen an der Walze festsetzen.
Die am Walzensystem schräg aufgeschweissten Leisten wirken wie Schaufeln. Sie sorgen dafür, dass die Erde gegen das darüberliegende Prallblech geschleudert, und so eine höhere Mischwirkung erzielt wird. «Durch diesen Prozess werden Stroh und Pflanzenreste ausserdem im oberen Bereich abgelegt, was die Erde vor Feuchtigkeitsverlust und Erosion schützt», berichtete Peter Rohn am Feldtag.
Betriebsspiegel Hof Isenring
Betriebsleiter: Thomas Isenring
Ort: Nussbaumen TG
LN: 30 ha
Kulturen: Weizen, Mais, Zuckerrüben, Gerste, Dinkel, Kunstwiese, Sonnenblumen
Bewirtschaftungsform: Biologisch
Weiterer Betriebszweig: PV-Anlage

