Thema: Politik

Alarmierendes Fazit der BO Milch: Wir haben bald zu wenig Schweizer Milch
Die Schweiz werde bald nicht mehr genügend einheimische Milch haben, weil immer mehr junge Landwirte aus der Milchproduktion aussteigen. Dieses alarmierende Fazit zog Stefan Kohler, Geschäftsführer der BO Milch, an der Delegiertenversammlung 2023 der Branchenorganisation. Die Gründe dafür seien in der Politik und Verwaltung zu suchen, welche die Milchproduktion immer weniger attraktiv machen.
Schweizer Milchproduzenten: Boris Beuret zum neuen SMP-Präsidenten gewählt
Die SMP-Delegierten wählten Boris Beuret (46) als ersten Romand seit Gründung der Schweizer Milchproduzenten vor 116 Jahren zum neuen SMP-Präsidenten. Der Landwirt aus Corban JU beantwortet im Interview mit «die grüne» kritische Fragen zur Zukunft der Milchproduktion in der Schweiz.
Fenaco Stadt-Land-Monitor 2023: Die wahrgenommenen Unterschiede werden grösser
Der 2. Fenaco Stadt-Land-Monitor zeigt: Der politische Stadt-Land-Graben wird 2023 von den Schweizern stärker wahrgenommen als noch vor zwei Jahren. Einig ist man sich dagegen bei der Versorgungssicherheit und einer starken Inlandproduktion. Die konkreten Massnahmen dafür werden jedoch unterschiedlich eingeschätzt.
Wie das Räderwerk im Schweizer Milchmarkt entstand (1. Teil) – «StandPunkt» von Meret Schneider
«Der Schweizer Milchmarkt ist ein kompliziertes Räderwerk, bei dem eines zum andern führt – das aber kaum jemand versteht», schreibt Nationalrätin Meret Schneider in einem «StandPunkt». Ein Blick 100 Jahre zurück in der Geschichte zeigt: Die «Milchfabriken» erhielten damals eine regionale Monopolstellung, die zu einem Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Verarbeitern und den Bauernfamilien führte.
BLW-Direktor Christian Hofer verteidigt die finanzielle Unterstützung des Bürgerinnenrates durch BLW, BLV und BAFU
Der Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft BLW, Christian Hofer, antwortet in einem Interview auf den kritischenen Kommentar von «die grüne»-Chefredaktor Jürg Vollmer zum Bürgerinnenrat und dem Nationalen Ernährungssystem-Gipfel. Diese Gremien sollen Brücken bauen zwischen Produktion und Konsum sowie zuhanden der Politik Empfehlungen zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem entwickeln.
Produzentenpreis, Molkereimilchpreisindex und Konsumentenpreise erreichten 2022 Rekordhöhen
Im Jahr 2022 erreichten der Produzentenpreis für Milch, der Molkereimilchpreisindex und die Konsumentenpreise für Milchprodukte Rekordhöhen. So kletterte der Produzentenpreis gegenüber dem Vorjahr gemäss Bundesamt für Landwirtschaft BLW um 7,9 Prozent auf 75.34 Rappen/Kilo, das ist der höchste Stand seit 2009.
Agrarpolitik AP22+ wird im Nationalrat gestutzt – das sind die Reaktionen
Der Nationalrat hat sich für eine Agrarpolitik AP22+ ohne zusätzliche Massnahmen für Klima, Ökologie und Tierwohl entschieden. Im Dezember 2022 hatte schon der Ständerat einer gestutzten AP22+ zugestimmt. Weitergehende Forderungen von Links-Grün hatten keine Chancen. Entsprechend kontrovers sind die Reaktionen des Schweizer Bauernverbandes SBV auf der einen sowie Bio Suisse, Schweizer Tierschutz und Umweltverbänden auf der anderen Seite.
Von 2000–2022 haben über 20'000 Schweizer Landwirtschaftsbetriebe die Milchproduktion aufgegeben
Obwohl die Milchproduktion der wichtigste Betriebszweig der Schweizer Landwirtschaft ist, haben in den letzten 22 Jahren über 20'000 Schweizer Betriebe die Milchproduktion aufgegeben. Die Zahl der Milchviehbetriebe ist von 2000 bis 2022 um 54 Prozent gesunken, jeden Tag ein Milchviehbetrieb weniger.
Wer wird neuer Präsident der Schweizer Milchproduzenten SMP?
Der Verband der Schweizer Milchproduzenten SMP sucht einen Nachfolger für den bisherigen SMP-Präsidenten Hanspeter Kern. Zur Wahl stehen an der DV vom 12. April 2023 drei Kandidaten: Boris Beuret aus Corban JU, Christophe Noël aus Vuissens FR und Urs Werder aus Ganterschwil SG.
Drei Bundesämter, ein «Schattenparlament» und Öko-Aktivisten machen Agrarpolitik – Editorial von Jürg Vollmer
Drei Bundesämter wollen die künftige Agrarpolitik gestalten – mit einem «Schattenparlament», einer Handvoll Wissenschaftler, einer Stiftung für ökologische Entwicklung in Afrika und einem trümmligen links-öko-aktivistischen Verein. «Was soll da schon schiefgehen?» fragt sich «die grüne»-Chefredaktor Jürg Vollmer.