Thema: Herdenschutz

Der Wolf sowie der Schleppschlauch bewegen die Urner Bauern
Der Bauernverband Uri wird neu von einem Co-Präsidium geleitet. Der Herdenschutz und der Kulturlandschutz bleiben Dauerthemen.
Auch im Mittelland müsse man sich auf die Präsenz von Wölfen einstellen
Angesichts von immer mehr Meldungen über Wölfe im Mittelland ruft Pro Natura dazu auf, «Zäune und Nerven zu stärken». Entscheidend sei, dass alle Akteure im Umgang mit dem Wolf in Richtung Koexistenz vorwärtsschauen.
Die Gebirgskantone legen Kriterien vor, ab wann Herdenschutz «zumutbar» ist
Von der Zumutbarkeit von Herdenschutzmassnahmen hängt ab, ob ein Riss für den Abschuss eines Wolfs angerechnet wird. Damit ist sie von entscheidender Bedeutung, aber bisher unklar definiert. Die Gebirgskantone haben entsprechende Kriterien für den Alpsommer 2022 ausgearbeitet und verlangen vom Bund Sofortmassnahmen.
«Der Wolf hat gelernt, Schutzzäune zu umgehen»
Innerhalb einer Woche seien im Kanton Bern zwei geschützte Schafe gerissen worden. Es sei das Werk eines verhaltensauffälligen Wolfs, so der Berner Bauern Verband. Sollte es dasselbe Tier sein, dass bereits im vergangenen Dezember Schutzmassnahmen überwunden hat, müsse umgehend der Abschuss beantragt werden.
Knatsch ums Nachtpferch: War das Schaf auf der Alp Lavaz geschützt oder nicht?
Dass das Stagias-Rudel im Kanton Graubünden nicht reguliert werden darf, wird mit nicht erfüllten Voraussetzungen für den Abschuss begründet. Im Rechtsstreit dreht sich alles um die Frage, wie ein durch Herdenschutzhunde geschützter Bereich zu bemessen ist.
Der Kanton Wallis sichert Unterstützung für den Herdenschutz zu
Im Wallis bereitet man sich auf ein Leben mit dem Wolf vor. Dafür sollen sicherere Zäune erstellt und das Warnsystem verbessert werden. Die Materialkosten wollen die Behörden mitfinanzieren.
«Vorfälle mit Wölfen werden zu wenig transparent kommuniziert»
In einer Interpellation bemängelten mehrere St. Galler Kantonsratsmitglieder die Kommunikation zum Wolf. Sie sind auch mit der Antwort der Regierung nicht zufrieden.
Wenige «Hotspot»-Weiden mit vielen Wolfsrissen, meiste Sömmerungsgebiete nicht betroffen
Die Wirkung von Elektrozäunen konnte zwar nicht beurteilt werden, Herdenschutzhunde und der Abschuss von Einzelwölfen können aber laut Kora und Agridea Risse vermeiden. Rund die Hälfte der Einzelwölfe in der Schweiz habe 2004 bis 2019 wenige bis keine Schäden verursacht und dies vor allem auf «Hotspot»-Weiden.
Das Verordnungspaket 2022 hat es in sich
Passend zur Jahreszahl sollen heuer 22 Verordnungen angepasst werden. Betroffen sind mehrere heiss diskutierte Themen, vom Wolf über den Vegan-Trend bis zu PCB und der Förderung seltener Schweizer Rassen.
Glarner Bauernverband fordert eine Art Gerichtsprozess für Wölfe
Man müsse Wolfsangriffe aufarbeiten und in einem gerichtähnlichen Verfahren über Abschüsse entscheiden. Dafür braucht es laut Glarner Bauernverband einen neuen Mechanismus, bei dem die Geschädigten mitreden können.