Frage an den Fachmann / die Fachfrau

In diesem Dossier beantworten Fachleute wesentliche Fragen rund um Tierhaltung, Gesundheit, Versicherung, Landleben sowie weitere Themen.

Beat Schildknecht, macht lebenslanges Wohn- oder Nutzniessungsrecht für Eltern auf dem Hof Sinn?
Auf ein lebenslanges Wohnrecht sollten die Eltern bei der Hofübergabe verzichten, rät Beat Schildknecht. Denn später könnte es zum Verhängnis werden, sei es zwischenmenschlich oder wenn die Wohnung das Altersheim finanzieren muss.
Matthias Schick, welches sind heute die wichtigsten Grundsätze bei der Fütterung von Milchvieh?
Je mehr das Leistungspotenzial des Milchviehs ausgenutzt wird, desto anspruchsvoller ist die Fütterung. Raufutter spielt eine wichtige Rolle. Fachmann Matthias Schick nennt die wichtigsten Grundsätze bei der Fütterung des Milchviehs.
Rudolf Streit, was muss ich als Landwirt bei Flur- und Bewirtschaftungswegen beachten?
Flur- und Bewirtschaftungswege sind in letzter Zeit vermehrt in den Fokus von Bewirtschaftungsauflagen für Landwirte geraten. Insbesondere bei der Anwendung von Düngern und Pflanzenschutzmitteln auf Landwirtschaftsland, das an Flur- und Bewirtschaftungswege grenzt, müssen neue Regelungen beachtet werden.
Andreas Stucki, wie versichere ich fremde Maschinen richtig?
Bei der Miete oder dem Gebrauch fremder landwirtschaftlicher Maschinen gehen Übergabe und Rücknahme in der Praxis meist schnell und unkompliziert. Man kennt sich und die Beteiligten sind es gewohnt, unkompliziert an Dinge heranzugehen. Die rechtlichen und versicherungstechnischen Grundzüge sollte man aber trotzdem kennen und berücksichtigen.
Daniel Duarte, soll ich in die Säule 2b oder 3a einzahlen?
Für Bauernfamilien ist die freiwillige Vorsorge – in Ergänzung zur staatlichen 1. Säule (AHV/IV) – von grosser Bedeutung. Um das Einkommen auch im Ruhestand zu sichern, besteht die Möglichkeit der freiwilligen Pensionskasse 2b sowie der Säule 3a.
Das optimale Erstkalbealter hängt ab von den Referenzkühen im Betrieb
Das Erstkalbealter ist vieldiskutiert und von Betrieb zu Betrieb verschieden. Zur Bestimmung gibt es praktische Faustregeln.
Robert Wyss, wer bezahlt bei Tierseuchen und wie kann ich mich gegen Ertragsausfälle absichern?
Den Wert getöteter Tiere, die durch eine hochansteckende Tierseuche wie die Vogelgrippe oder die Afrikanische Schweinepest geschlachtet werden müssen, entschädigt der Bund für gewöhnlich. Für andere Tierseuchen benötigt es gegebenenfalls die Tierseuchenversicherung wie die von der Schweizer Hagel.
Bei den Tränkern zur Grossviehmast machen Ohrenentzündungen vermehrt Probleme. Was ist zu beachten?
Martin Kaske vom Kälbergesundheitsdienst beobachtet in letzter Zeit vermehrt Ohrenentzündungen bei Tränkern, meist schleppt ein einzelnes Tier den Erreger in die Gruppe ein. Dieser ist gegen viele antibiotische Wirkstoffe unempfindlich, darum ist eine sorgfältige Behandlung wichtig.
Saisonale Schwankungen auf dem Jagermarkt haben natürliche Ursachen
Die Tageslänge und die Temperatur beeinflussen die Fruchtbarkeit der Sau, aber auch des Ebers. Remonten sollten im Sommer gedeckt werden.
Ernst Bühler, mit welcher Versicherung bereite ich mich auf die nächste Anbausaison vor?
Aktuell planen viele Landwirtschaftsbetriebe ihre Anbausaison. In Anbetracht der zunehmenden Wetterkapriolen macht es Sinn, sich dabei auch Gedanken zum Versichern möglicher Ernteausfälle zu machen. Rund 50 Prozent aller Betriebe verfügt bereits über eine solche Versicherung.