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Schweinegesundheit: Hohes Niveau – Handlungsbedarf bei der Biosicherheit

Die Schweizer Schweine sind gemäss Gesundheitsradar 2025 der Suisag gesund. Damit das so bleibt, braucht es weitere Anstrengungen.

Wie wichtig die Gesundheit der Nutztierherden ist, zeigt sich diesen Sommer beim Milchvieh. Schweine sind bekanntlich weniger widerstandsfähig als die Wiederkäuer. Entsprechend sind hier die Gesundheit und die Prävention noch stärker im Fokus. Und um diese Tiergesundheit war es im vergangenen Jahr auf hohem Niveau gut bestellt, schreibt die Suisag. Dies geht aus ihrem Gesundheitsradar 2025 hervor.

Mehr Biosicherheit, damit es bleibt, wie es ist

Es ist der einzige in der Schweiz umfassende Bericht zur Gesundheit der Schweizer Schweinehaltung und umfasst um die 60 Seiten Zahlen und Einschätzungen. Die Resultate zeigen insgesamt eine weiterhin gute und stabile Tiergesundheit in den hiesigen Schweineställen. Gleichzeitig mache der Bericht deutlich, dass bei der Biosicherheit weitere Anstrengungen nötig sind – und regionale Unterschiede dabei ernst genommen werden müssen, schreibt die Suisag.

Ein zentrales Thema der aktuellen Auswertung ist die Biosicherheit. Die Schweiz ist weiterhin frei von Afrikanischer Schweinepest (ASP), Klassischer Schweinepest (KSP) und Maul- und Klauenseuche (MKS). Gleichzeitig bleibe das Risiko einer Einschleppung insbesondere bei der ASP erhöht, weshalb Prävention, Wachsamkeit und betriebliche Schutzmassnahmen von zentraler Bedeutung seien, so die Suisag.

Kanton Thurgau ist einen Schritt weiter

Die freiwillige ASP-Risikoampel liefert dafür seit einigen Jahren wichtige Anhaltspunkte. 2025 haben 223 Betriebe die ASP-Risikoampel ausgefüllt; insgesamt lagen per Mitte Februar 2026 740 ausgefüllte Risikoampeln vor. Die Mehrheit der Betriebe befindet sich in der mittleren Risikoklasse. Positiv fällt der Kanton Thurgau auf: Dort liegt mehr als die Hälfte der Betriebe in der Kategorie mit geringem Risiko. «Ein Resultat, das mit der engen Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Thurgau und dem Suisag-SGD in den vergangenen Jahren zusammenhängt», schreibt das Unternehmen mit Sitz in Sempach LU.

Die bedeutenden Schweine-Kantone Bern, gefolgt vom Kanton Luzern, schneiden in mehreren Bereichen der ASP-Risikoampel unterdurchschnittlich ab. Gerade in den Regionen mit hoher Schweinedichte besteht damit besonderer Handlungsbedarf bei der praktischen Umsetzung von Biosicherheitsmassnahmen. Im Kanton Luzern haben bislang 293 Schweineproduzenten, also rund ein Sechstel der Betriebe, die Risikoampel ausgefüllt. 106 Betriebe haben ein geringes Risiko, immerhin 187 ein mittleres und kein Betrieb ein hohes.

ASP-Untersuchungen allesamt negativ

In der Schweiz wurden auch im Jahr 2025 keine Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Haus- oder Wildschweinen festgestellt. Sämtliche durchgeführten Untersuchungen zeigten negative Resultate. Die räumliche Nähe von Ausbrüchen in Deutschland und Italien zur Schweiz ist für den Suisag-SGD aber «beunruhigend».

Ein hohes Bewusstsein und gute Vorbereitung sind zentral. Trotz der günstigen Inlandlage stuft das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen das Risiko einer Einschleppung weiterhin als hoch ein. Als Hauptursachen gelten menschliche Aktivitäten, insbesondere das Mitbringen von Schweinefleisch oder Fleischprodukten aus betroffenen Regionen sowie ungenügend gereinigte Fahrzeuge, Geräte oder persönliche Ausrüstung nach Aufenthalten in betroffenen Gebieten.

Eine konsequente Umsetzung der betrieblichen Schutzmassnahmen sei deshalb entscheidend. Dazu gehören speziell Umzäunungen von Betrieben, klare Zugangskontrollen für Personen und Fahrzeuge, strikte Hygieneregeln, das konsequente Fütterungsverbot von Speiseabfällen sowie eine erhöhte Aufmerksamkeit bei klinischen Auffälligkeiten. Bei unklaren Symptomen ist eine rasche tierärztliche Abklärung unerlässlich.

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