Aktuell sind die Mitglieder des Zürcher Braunviehzuchtverbandes in 35 Vereinen und Genossenschaften organisiert. Die Delegierten tagten Ende Januar 2024 im Zürcher Oberland in Wald. «Die Entscheidungen der Politik und Ämter sowie einzelner Interessensverbände decken sich in vielen Fällen nicht mit der Bereitschaft der Bevölkerung, diese Entscheide umzusetzen», hielt Verbandspräsident Roman Knecht an der Delegiertenversammlung fest und schob nach: «Die Vorschläge des Bundes für die zukünftige Ausrichtung der Landwirtschaft decken sich nicht mit den Vorstellungen der produzierenden Landwirtschaft.»
Zu wenig Tiere an der Olma
Roman Knecht kam in seinem Jahresrückblick auf den Zürcher Gastauftritt an der Olma zu sprechen. Für den Präsidenten nicht unerwartet war es sehr schwierig, die benötigten Tiere zu finden, sodass nicht alle Plätze belegt werden konnten. Anderseits zeigte er sich erfreut, dass im vergangenen Jahr 27 Viehschauen im Kanton stattgefunden haben. Knecht sprach von wertvollen Auftritten, wo sich die dörfliche und urbane Bevölkerung oftmals im Rahmen von kleinen Dorffesten treffen kann.
Die Verbandsrechnung schloss mit einem Verlust von 1929 Franken ab, was das Vermögen auf 8500 Franken schmälert. Auch für das laufende Jahr wird mit einem Aufwandüberschuss gerechnet. «2025 müssen wir wahrscheinlich wieder einmal einen Jahresbeitrag einziehen», kündigte Roman Knecht an. Der gesamte Vorstand und die Revisoren wurden für vier weitere Jahre gewählt. Knecht kündigte an, dass Abklärungen laufen, wie die einst beliebte Kälberauktion auf dem Zimmerberg wieder aktiviert werden könnte.
Tierzuchtförderung
Martin Rust, der neue Direktor von Braunvieh Schweiz, zeigte sich von der Leistung der Zürcher Braunviehzüchter beeindruckt. Während landesweit im Durchschnitt eine Milchleistung von 7377 kg pro Kuh erreicht wurde, liegt er im Kanton Zürich bei 7546 kg. Bezüglich der Verbandsarbeit sieht er eine grosse Herausforderung bei der Tierzuchtförderung des Bundes. Es gehe darum, mit einem geänderten System den Status quo zu erhalten.
Rast durfte 25 Züchter für Kühe mit einer Lebensleistung von über 100'000 kg auszeichnen. «Dafür braucht es langlebige Kühe, eine gute Pflege und gute Genetik», hielt der Verbandschef fest. Die anwesenden Braunviehzüchter und SVP-Nationalräte Martin Haab und Martin Hübscher versicherten, sie würden sich in Bern für eine hohe Wertschöpfung vor allem für die Milchkühe einsetzen.
Geehrt für 100'000 kg Milchleistung
Bella, Hansueli Arnold, Meilen; Fiesta-ET, Roman und Heidi Auer, Wetzikon; Amarilis,Michael Bachofen, Maur;Gerda, Max Baumann, Hombrechtikon; Nancy, Adrian Bosshard, Pfäffikon; Blüem, Andreas Brägger, Winterthur; Simona, Thomas Fischer, Mönchaltorf; Polka, Christoph Frauenfelder, Uster; Nolisa, Peter Gähler, Zell; Vera, Generationengemeinschaft Markus und Ueli Bachofner, Fehraltorf; Gwendi,Thomas Hefti, Hinwil; Bojana, Hess Select, Dürnten; Silvana, Stefan Krauer, Wolfhausen; Maria, Stefan Krauer, Wolfhausen; Baronin, Strickhof, Lindau; Samoa, Patrick und Evelyn Lussi, Mettmenstetten; Ladina, Roland Odermatt, Hausen am Albis; Girl, Thomas Peter, Elgg; Christa, Thomas Rüegg, Weisslingen; Perle, Samuel Schaufelberger, Hittnau; Helen, Felix Stahel, Turbenthal; Leni, Markus Stettler, Ebertswil; Hilma, Gabriela Thalmann, Altikon; Jola, Hansruedi Vollenweider, Bäretswil; Mirka, Patrick und Thomas Vollenweider, Illnau.

