Traditionsgemäss findet die Viehschau Ybrig Mitte September statt und ist damit meist die erste Herbstviehausstellung in der Zentralschweiz. Dieses Jahr fand diese bereits zum 70. Mal statt. An allen 70 Austragungen war der heute 86-jährige Alois Wiget aus Rickenbach SZ im Einsatz. In jungen Jahren unterstützte er seinen Vater, später seine Brüder und heute Seppel Kryenbühl, Waag, bei der Schau.
Wegen Knochenbruch etwas später
Wisel Wiget wuchs auf dem Heimet Bergli im Ybrig auf. 1969 heiratete er die Rickenbächlerin Marie Louise Tschümperlin und zusammen bewirtschafteten sie das Heimet Bürisberg ob Schwyz. Doch trotz eigenem Betrieb war für Wisel Wiget die Viehschau Ybrig immer ein Feiertag. «Ich war an diesem Tag nie krank. Dieses Jahr schaffte ich es allerdings infolge eines Oberschenkelhalsbruches erstmals erst um acht Uhr zum Schauplatz, die vorherigen 69 Mal war ich spätestens um 5 Uhr morgens immer im Ybrig», erklärt der begeisterte Viehzüchter.
Die Holzstecken wurden geschwungen
So manch eine Episode blieb ihm von all den Jahren in Erinnerung. «Intensive Zeiten erlebte die Viehschau in den 70er-Jahren, als auch im Ybrig mit Brown Swiss eingekreuzt wurde.» Das habe an der Viehausstellung schon zu sehr engagierten Diskussionen geführt und nicht selten seien dabei auch die Holzstecken bedrohlich heftig geschwungen worden.
Zur Miss Kuh 2023 kürten die Experten dieses Jahr mit Calino Conny von Priska und Marcel Dettling, Oberiberg, ein Brown-Swiss-Tier.


