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Sensehub: 1400 Betriebe überwachen Kühe per Ohr- und Halsresponder

Sensehub misst Brunst, Wiederkau und Kälbergesundheit – rund 1400 Schweizer Betriebe nutzen das System bereits. Die Kosten: 25 bis 35 Franken pro Kuh und Jahr.

Schweizweit setzen bereits rund 1400 Betriebe setzen auf den sogenannten Sensehub – Rund 1000 Betriebe davon arbeiten mit dem System von Lely Astronaut und knapp 400 Betriebe im sogenannten «StandAlone» System mit einem anderen Melksystem – oder auf Mutterkuhbetrieben. Sensehub ist ein Responder, den Tierhaltende am Ohr oder am Halsband anbringen. Die Marke misst umfangreiche Gesundheit, Früherkennungs- und Brunstdaten für das Herdenmanagement. Beim Kalb beispielsweise das Trinkverhalten, die allgemeine Aktivität, Früherkennung von Durchfall und Lungenproblemen. Anschliessend folgt die Erfassung der Wiederkau-Aktivität, Brunstsymptome, die allgemeine Gesundheit sowie Mastitis-Anzeichen.

Batterie hält acht Jahre

Nach der Applikation des Responders lässt man das Gerät rund eine Woche laufen, bis akkurate Daten analysiert werden können. Die Batterie des Herdemanagement-Geräts soll dann acht Jahre lang halten, ohne ausgewechselt werden zu müssen.

Mutterkühe nutzen Responder ebenfalls

Der Responder ist keine Neuheit, nur der Vertrieb läuft seit Kurzem nicht mehr über Swissgenetics, sondern über das Lely Center. Laut Marcel Schwager, Leiter Verkauf beim Lely Center Schweiz, stützen sich mittlerweile Milch- sowie Mutterkühe auf das System. Es erfasst und analysiert Daten ab dem ersten Lebenstag. Über die Plattform und die App Sensehub sind die Daten ersichtlich – ausgewertet werden sie anhand einer extensiven Datenbank. Ob eine Störung in Form einer Push-Nachricht angezeigt wird oder nicht, hängt von den Referenzdaten der Herde sowie von den Grunddaten des entsprechenden Tieres ab. Diese seien auch akkurat, wenn die Herden- und entsprechend die Datengrösse klein ist, wie Schwager betont.

Sensehub: 1400 Betriebe überwachen Kühe per Ohr- und Halsresponder
Ab dem ersten Lebenstag einen Responder anfertigen, um Gesundheitsdaten zu erfassen: Das ist die Idee von Sensehub.

25 bis 35 Franken pro Kuh und Jahr

Das «Sensehub-System» ist kompatibel mit dem Melkroboter Lely Astronaut, was eine spätere Einbindung für die Milchbetriebe erleichtere, so Schwager. «Eine Investition in Sensehub macht also einen späteren Wechsel auf einen Melkroboter günstiger, da die Erkennung bereits auf dem Betrieb ist», so der Verkaufsleiter.

Schwager rechnet mit einer Gesamtinvestition/Amortisation von 25 bis 35 Franken pro Kuh und Jahr. Weiterführende Abokosten oder Lizenzen würden keine anfallen, wie er versichert.«Wer weiss, was eine verpasste Brunst, ein krankes Kalb oder eine nicht rechtzeitig erkannte Krankheit kostet, merkt schnell, dass sich das System bald selbständig amortisiert», ergänzt Marcel Schwager.

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