Zum ersten Mal in der Geschichte der Brown Swiss Show anlässlich der World Dairy Expo in Madison (USA) stammen die Grand Champion sowie die Reserve jeweils von einem Schweizer Braunviehstier ab. Dieses Kunststück gelang dem Stier Hänny Swiss Ace Wagor mit der grandiosen Siegerkuh Eloc Wagor Kandid von Ken Main und Peter Vail. Der andere Schweizer Stier Schamaun BS Gordon Glenn stellte mit Brown Heaven Glenn Fantasy von der Brown Heaven Farm die Reserve Champion.
Braunviehsperma ist weltweit gefragt
Auch Swissgentics, denen beide Stiere gehörten, sind von diesem Erfolg überwältigt. «Solch grosse Schauerfolge von Töchtern unserer Stiere geben immer positive Signale an den Markt», sagt Hans-Ulrich Moser, Bereichsleiter Marketing & International bei Swissgenetics. Und: «Im vergangenen Geschäftsjahr wurden von der Rasse Brown Swiss über 170 00 Samendosen exportiert. Mit diesen Zahlen übertrafen wir alle Jahre zuvor.»
Langsam schliesst sich
der Kreis wieder
Nun scheint sich der Kreis wieder zu schliessen. Denn bereits im Jahr 1869 erfolgten die ersten Braunviehexporte von der Schweiz in die USA und bildeten den Grundstein der amerikanischen Braunviehpopulation. Dort wurde die Rasse zu milchtypischen Brown-Swiss-Tieren veredelt. Anfangs der Siebzigerjahre holten dann Schweizer Züchter diese Genetik mit den ersten BS-Dosen wieder in die Schweiz. Dank diesen Stieren hat die Schweizer Braunviehzucht einen enormen Zuchtfortschritt erzielt. Nun hat sich das Blatt wieder gewendet, die Amerikaner schätzen «unsere» Brown Swiss mit ihren vielen Vorzügen. Das Ergebnis liess nicht lange auf sich warten.
Peter Fankhauser

