In der Region Zentralschweiz wurden die ersten Fohlenschausieger und Feldtestgewinnerinnen gekürt.
FM Fohlenschau des Pferdezuchtvereins Rothrist und Umgebung in Merenschwand am 31. August: Fünf von zehn Fohlen im Rappel
Anne Froidevaux hatte die Aufgabe, aus zehn vorgestellten Fohlen einen würdigen Rappel ab 21 und mehr Punkten zusammenzustellen. Dies bei schönstem Wetter auf dem Sandplatz des Stalls Weyhölzli der Familie Fischer in Merenschwand AG. Fünf Fohlen verlieh sie das Prädikat Rappel, womit dieser mit genau 50 % der Startenden bestückt war.
Ganz oben auf dem Podest gab es kein Vorbeikommen an Hengstfohlen Elano ShootingStar (El Fuego/Havane) im Besitz von Franz und Barbara Schwegler aus St. Urban LU. «Das Siegerfohlen besticht mit einem guten Fundament und viel Gangwerk», erklärte Anne Froidevaux und vergab die Noten 8/7/8.
Nikito von Weissenbach (Nikos/Elogeur) gehört Jolanda Peterhans-Marti aus Buttwil AG und sicherte sich ebenfalls mit den Noten 8/7/8 den zweiten Rang. Gut im FM-Typ, einen schönen Kopf und viel Engagement in der Hinterhand sind die Pluspunkte des hübschen Hengstfohlens.
Der dritte Rang ging nach Beinwil AG an Walter Rüttimann. Mit dem gut entwickelten Stutfohlen Joya (El Fuego/Nikito) hatte er einen Rassenvertreter mit starken Bewegungen auf dem dritten Podestplatz, punktiert mit 7/7/8. Der vierte Rang war fest in der Hand von Elisabeth Ochsner aus Merenschwand AG. Der Fuchs-Strahlemann Navaio vom Birkenhof (Nikos/Erode) überzeugte mit viel Ausdruck und Chic, benotet mit 8/7/6. Last but not least: Auf dem fünften Rappel-Rang platzierte sich ein Hengstfohlen mit dem schnittigen Namen Pinot Noir MW (Hivar des Rochelles/Evian) von Petra und Melchior Müller aus Buttwil AG, punktiert mit 7/6/8. Walter Gysel brachte seinen 2018 gekörten Zuchthengst Nikos (Never BW/Libero) an die Schau.
Fohlenschau der PZG Amt Entlebuch in Schüpfheim vom 2. September: Entlebucher Zucht-Querschnitt
23 Fohlen liessen an der Schau in Schüpfheim LU das Züchterherz höherschlagen. Viele Besucher säumten das grosszügige Schau-Dreieck und es wurde viel gefachsimpelt, wie sich das für einen solchen Anlass gehört. Jessica Rochat übernahm als Rasserichterin die Beurteilung der Fohlen und sie beorderte vier Hengstfohlen und fünf Stutfohlen in den Rappel.
Über beide Rappels verteilt vergab sie zweimal die Noten neun und neunmal die Note acht. Auffallend war die Verteilung, denn bei den Stutfohlen standen die besten Noten im Typ und bei den Hengstfohlen war es das Gangwerk, wo die höheren Noten notiert wurden.
Geschäftsführer Roland Stadelmann aus Wiggen LU hat seine beiden Zuchtstuten mit Epson MB gedeckt und daraus resultierten die zwei vordersten Ränge im Stutenrappel. Auf Platz eins war Elara VH (Epson MB/Haragon) zu bewundern, eine überaus typvolle Fuchs-Stute mit dem nötigen Bewegungspotenzial, honoriert mit 9/7/8. «Elara VH weist eine Liste von positiven Punkten auf, vor allem hinsichtlich Typ», meinte Jessica Rochat.
Nur so über den Platz schwebte Hengstfohlen Elmiro v. Meierhof (Ethan/Hermitage), im Besitz von Luzia & Otto Portmann aus Sigigen. Ein wunderschöner, brauner Hengst und verdienter Rappel-Sieger mit 7/6/9: «Schön bemuskelt und viel Kraft in der Hinterhand, sehr elastische Gänge.» Wie seitens des versierten und langjährigen Speakers Josef Graf zu vernehmen war, haben die Züchter ihrer Deckstation in Schüpfheim die Treue erwiesen, denn 2/3 aller gezeigten Fohlen stammen von den Zuchthengsten Laos und Nesty ab, welche 2025 dort stationiert waren.




Feldtest in Ettiswil am 4. September: Reit- und Fahreignung getestet
17 Freiberger absolvierten den Feldtest im luzernischen Ettiswil, welcher durch den Pferdezucht- und Pferdesportverein Willisau bestens organisiert wurde. Als strahlender und souveräner Sieger ging Lucky von der Lueg (Loxy de la Vieille/Novac vom Meierhof) von Toni Windlin aus Kerns OW hervor.
Den Feldtest beendete er mit den Exterieurnoten 7/6/9, durfte sich als einziges Pferd an diesem Tag die Note Neun im Gangwerk notieren lassen und das resultierte in einem Total von 8.12. Nelli Brand aus Fischbach LU ist die Besitzerin der zweitrangierten Elodie (Hélixir/Veinard), welche durch das Experten-Duo Anne Froidevaux und Jessica Rochat mit den Noten 6/6/8 punktiert wurde. Sie kam durch sehr gute Fahr-Noten auf ein Gesamttotal von 7.66.
Luna (Lionel/Hébron) ist im Besitz von Beat Roos-Wisler aus Hergiswil NW. Die ausdrucksstarke Stute punktete im Typ und ergatterte die Noten 8/6/7.
Wallach Harley (Hiro/Halliday) im vierten Rang mit den Noten 7/7/6 hat eine spezielle Geschichte, denn er ist das 100. selbst gezogene Fohlen aus der Zucht von Hansjürg Fuhrimann aus Langenthal BE und wird auch dort im Stall bleiben: «Harley ist aus meiner 23-jährigen Zuchtstute Anja und hatte als Fohlen nicht gerade berauschende Noten. Umso mehr freut es mich, dass er den heutigen Feldtest mit Bravour gemeistert hat», meinte sein Besitzer.
Den fünften Feldtest-Platz ergatterte Corinne Sager aus Dagmersellen LU mit dem Wallach Enaro (Ethan/Hébron), der ein Total von 7.51 erreichte.




Fohlenschau des Pferdezucht- und Pferdesportvereins Willisau in Ettiswil am 5. September: Fast 70 % der Fohlen im Rappel
Jessica Rochat hatte die Aufgabe, aus den 13 vorgestellten Fohlen in der Reithalle in Ettiswil LU die schönsten Rassenvertreter für die zwei Rappels ab 21 Punkten auszuwählen. Die Qualität der Fohlen war überdurchschnittlich und so durften fünf Stutfohlen und vier Hengstfohlen den Schauring erneut betreten.
Die Rassenrichterin zeigte sich erfreut über die Zuchterfolge und die bestens organisierte Fohlenschau. Zum Gelingen trug sicherlich auch der mit viel Herzblut dekorierte Schauplatz und die gemütliche Stimmung bei, es wurde applaudiert und zusammen gelacht.
Auf dem ersten Rang der Stutfohlen gab es kein Vorbeikommen an Equina BK (El Fuego/Everton) von Leonora Kaufmann aus Zell LU. «Diese wirklich feminine Stute überzeugte mit einem hübschen Kopf, einer guten oberen Linie und viel Schub im Gangwerk», lobte Jessica Rochat und verteilte die Noten 8/6/8.
Bei Familie Birrer war letztes Jahr der Zuchthengst El Fuego (Expresso) von Dominique Krähenbühl auf Deckstation und sechs Rappel-Fohlen der diesjährigen Schau stammen von ihm ab. Birrers eigener Zuchthengst und an der Fohlenschau in bester Verfassung vorgeführte Lionel ist 14 Jahre alt und stammt von Lordon ab. Aus Birrers Zucht kommt zudem das Sieger-Hengstfohlen Emil von der Gernetalp (El Fuego/Everton). Das am 20. Februar geborene Fohlen zeigte sich entsprechend gut entwickelt, wunderbar im Hengsttyp und mit viel Ausdruck, was in den Noten 8/6/8 resultierte, da es auch enorme Gänge zeigte.


Fohlenschau Verein Freiberger-Pferdezucht Amt Sursee-Hochdorf in Gunzwil am 9. September: Engagierte Züchter mit guter Basis
Aus einem schönen Zucht-Querschnitt mit 13 Fohlen erlangten sechs Stuten und zwei Hengste den Einzug in den Rappel. Zudem brillierte der vierjährige Zuchthengst Exaequo im Schauring. Er gehört den Luzerner Freibergerfreunden und ist auf dem Sagenhof der Familie Kathriner auf Deckstation.
René Meier aus Ermensee LU sicherte sich mit dem wunderbaren Stutfohlen Venja (Vancouver/Casim) verdient den ersten Rang. Eine tadellose obere Linie und einen Kopf wie gemalt, so präsentierte sich das aparte Stutfohlen dem Rassenrichter Leo Risch und erntete die Noten 9/8/7.
Den zweiten Rang mit den Noten 8/7/8 belegte Jenny Kathriner aus Römerswil LU. Ihr Stutfohlen in dunkler Robe ist wahrlich eine kleine Prinzessin, die ihren klingenden Namen Highlight vom Sagenhof (Harry Potter de la Grand-Fin/Niro) zu Recht trägt und sich gut in Bewegung setzen konnte.
Hans Wandeler aus Ruswil LU gehört das Sieger-Hengstfohlen Capri (Epson MB/Nico), welches richtig gut im Hengsttyp steht, eine gute Halsung und eine Kruppe mit bereits viel Kraft vorweisen kann. Entsprechend resultierten die Noten 8/8/7 und grosser Applaus für Familie Wandeler.
Rang zwei ging an Cerano (Canto von Zälg/Vitali), der mit seiner Farbe und Erscheinungsbild begeisterte. Das harmonische Fohlen im Besitz von Marcel Amrein aus Gunzwil LU durfte sich die Noten 8/7/8 notieren lassen. «Wir haben hier durch das ganze Band hindurch eine gute Qualität und die Pferdebesitzer prägen die FM‑Zucht mit ihrem Engagement und einer guten Basis», fand der Experte Leo Risch lobende Worte für die Züchter.



