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Nachgefragt bei Kuh-Patin Daniela Renfer: «Wir sind gute Freunde geworden»

Verändert eine Kuh-Patenschaft den Lebensmittelkonsum der Paten(innen)? Was ist ihnen beim Besuch der Kühe wichtig? Die BauernZeitung hat eine Patin zum Interview getroffen und nachgefragt.

Daniela Renfer kommt aus dem Berner Seeland und ist Patin von Roxana. Die Milchkuh gehört Familie Zumbrunnen und verbringt den Sommer gemeinsam mit der Familie auf der Alp Schiltenegg Neuenberg.

Wie kamen Sie zu Ihrer Kuh-Patenschaft?

Daniela Renfer: Ich habe die Patenschaft letztes Jahr von meinen Geschwistern zum 60. Geburtstag bekommen.

Warum haben Sie ausgerechnet diesen Betrieb für Ihre Patenschaft gewählt?

Die Lage in den Bergen war das überzeugende Argument. Wenn ich Alp höre, bin ich direkt Feuer und Flamme. Dafür nehme ich gerne eine Anfahrt von eineinhalb Stunden auf mich.

Wie war der erste Besuch bei Ihrer Kuh auf der Alp?

Als wir dort zum ersten Mal hoch wanderten, wurden wir mit offenen Armen empfangen. Wir haben uns gleich sehr wohl gefühlt und uns gut verstanden. Anstatt Sonntagskleider wie manch andere Besucher trugen wir Arbeitshosen und robuste Schuhe, denn wir wollten wirklich mit anpacken. Wir haben Holz gespalten, die Glocken sauber gemacht und beim Käsen zugeschaut. Das war ein toller Tag.

Nachgefragt bei Kuh-Patin Daniela Renfer: «Wir sind gute Freunde geworden»
Auch beim Holz hacken packte Daniela Renfer mit an.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Patenschaft und was könnte noch verbessert werden?

Ich bin sehr zufrieden. Es war sehr spannend so einen intensiven Einblick in die Landwirtschaft zu bekommen. Ausserdem konnten wir viele Fragen stellen, auch zu Themen, die in den Medien immer wieder präsent sind, wie die Düngung oder der Wolf. Die Offenheit und Perspektive der Landwirt(innen) waren für mich eine grosse Bereicherung. Das ist sicherlich nicht auf allen Betrieben so, aber auf der Alp Schiltenegg muss für mich nichts verbessert werden.

Inwiefern hat sich Ihr Lebensmittelkonsum durch Ihre Kuh-Patenschaft verändert?

Wir wohnen im Berner Seeland, also sind wir bestens mit lokalem Gemüse versorgt. Das habe ich auch schon vorher bei den Bauern in unserem Dorf gekauft. Aber sicher hat die Mitarbeit auf der Alp noch einmal das Verständnis dafür verstärkt, warum die Produkte so viel kosten wie sie nun mal kosten.

Werden Sie Ihre Patenschaft im nächsten Jahr verlängern?

Das weiss ich noch nicht. Aber sicher ist, dass wir weiterhin dort auf die Alp fahren und die Produkte kaufen werden, ob nun mit oder ohne Patenschaft. Die Familie Zumbrunnen und wir sind mittlerweile gute Freunde geworden, deshalb möchten wir gerne jeden Sommer mindestens ein Wochenende bei ihnen vorbeikommen. Und wenn wir schon mal da sind, bringen wir ihnen natürlich einen grossen Korb frisches Gemüse mit, davon gibt es da oben ja weniger.

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