Die Schwyzer Bezirksviehausstellungswoche war schlichtweg sensationell. Die Braunviehtiere, die Züchter und das Publikum wurden mit einem perfekten Ausstellungswetter, welches mit eitlem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen aufwartete, belohnt. Eine neue Höchstauffuhr erzielte die Bezirksviehschau in Schwyz mit 990 Brown-Swiss- und Original-Braunvieh-Tieren, wobei auch die enorme Besucherzahl rekordverdächtig war.
Neue Missen in Schwyz
Mit Superstar Senta gewann Markus Kennel aus Steinerberg den Miss-Schwyz-Titel. Die harmonische, fehlerlose Kuh vermochte den Entlebucher Viehschauexperten Marco Hofstetter in ihren Bann zu ziehen. Ein Blick auf ihr Leistungsblatt bestätigte die vom Preisrichter gelobte Wirtschaftlichkeit mit mehr als 9100 Kilogramm Milch bei hohen 3,72 Prozent Eiweiss in der laufenden zweiten Laktation. Sie konnte die in dritter Laktation stehende Haegar Hessa von Paul Kälin, Steinen, auf den Ehrenplatz verweisen. Das Podest wurde mit der Schöneutersiegerin der jüngeren Kühe, der in erster Laktation stehenden Bender Natascha von Meiri Reichmuth, Rothenthurm, ergänzt.

Erfolg für Familie Kennel
Den Schöneutertitel bei den älteren Kühen sicherte sich die Sechstmelkkuh Blooming Biasca von Reto Styger, Steinerberg. Bei den mittleren Kühen siegte die Schöneutersiegerin der Schwyzer Eliteschau 2023, Superstar Stonefire aus dem Stall der Familie Markus Kennel, Steinerberg.

Rekord beim OB in Schwyz
Mit 450 Stück stellten die Original-Braunvieh-Züchter einen neuen Höchstwert auf. Die Stückzahl stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Die Schönste und damit neue Miss kam aus dem Stall von Martin Reichmuth, Rothenthurm. Wenger Wyna, in fünfter Laktation, präsentierte auch das beste Euter bei den älteren Kühen und sicherte sich damit gleich zwei Titel. In der Endausmarchung verwies sie Wendel Weidi und Joel Jutta, beide von Guido Bürgler, Illgau, auf die Ehrenplätze. Den Schöneutertitel bei den jüngeren Kühen konnte Lego Lega von Stefan Schelbert aus Lauerz verteidigen, welche im vergangenen Jahr siegreich war, als nur ein Schöneuter-Wettbewerb über alle Kategorien durchgeführt wurde.

Roland Kälin überzeugt in Einsiedeln
Einmal mehr waren an der Bezirksviehschau Einsiedeln die Kühe aus dem Stall von Roland Kälin nicht zu schlagen. Mit Highlight Heyli durfte er in diesem Jahr die Miss-Treichel und das Band entgegennehmen. Die extrem feingliedrige Kuh in dritter Laktation mit einem Topeuter vermochte den Urner Viehschauexperten Toni Kempf vollends zu überzeugen. Sie holte den Tagessieg vor ihrer Stallkollegin Pete Pamina in zweiter Laktation, welche davor bereits den Schöneutertitel der mittleren Kühe gewonnen hatte. Der Bronzeplatz ging nach Egg zu Peter Kälin mit seiner ebenfalls in zweiter Laktation stehenden Blooming Kira. Auch die Schöneuterwahlen im grosszügig angelegten Ring waren eine wahre Augenweide.
Das perfekteste Euter bei den älteren Kühen präsentierte die elegante Bender-Tochter Brocca aus dem Stall von Christian Schönbächler. Sie konnte damit den Titel des Vorjahres bei den mittleren Kühen wiederholen. Bei den Erstmelkkühen entschied Pete Madam von Peter Kälin aus Willerzell den hochstehenden Wettbewerb für sich. Die Jungkuh-Champion der Schwyzer Eliteschau konnte ihre Topform vom Frühling eindrücklich behalten.

Auffällige OB Joel Jacinta
Mit OB-Kuh Joel Jacinta von Bernhard Gisler setzte sich ein weiteres Tier positiv in Szene, das bereits im Frühling überzeugt hatte. Die Gesamtzweite der Schwyzer Eliteschau beim Original Braunvieh entschied sowohl die Schöneuter- wie auch die Misswahlen für sich. Die Kuh in zweiter Laktation verwies im grossen Finale die vielversprechende Erstmelkkuh Orbiter Orania von Ruedi Kälin, Bennau, auf den Ehrenplatz. Insgesamt wurden in Einsiedeln 188 Original-Braunvieh-Tiere ausgestellt, was 24 Prozent von der Gesamtauffuhr von 789 Tieren entsprach.

Züger Festspiele in March
Mit 450 Tieren war die Auffuhr in Galgen mehr als 50 Stück höher als im Vorjahr, als es den ganzen Tag wie aus Kübeln regnete. Dem herrlichen Sonnenschein entsprechend präsentierte sich das Märchler Vieh, welches von den Experten unisono in den höchsten Tönen gelobt wurde. Einen sehr erfolgreichen Schautag erlebte Kevin Züger aus Vorderthal, dessen in fünfter Laktation stehende Jery Zara den Misstitel und den Schöneutertitel aus dem Vorjahr verteidigte. Sie konnte sich vor der Stallgefährtin Carly Blondi durchsetzen, welche zuvor die Euterkonkurrenz der mittleren Kühe für sich entschieden hatte. Zudem präsentierte Kevin Züger mit Phil Savira auch die Schöneutersiegerin bei den Jüngsten und nicht unerwartet wurde sein imposanter Muni Alino Gracer, Sieger des Zuger Stierenmarktes, zum Mister March gekürt. Zum besten Rind wurde Blooming Barisa aus dem Stall von Fredi Diethelm, Tuggen, gewählt.

Beim Original Braunvieh machten zwei Kühe aus dem Stall von Urs Reichmuth, Altendorf, den Misstitel unter sich aus, wobei die drittlaktierende Pirat Hensa vor der Erstmelkkuh Delvin Hilty siegte. Ebenfalls aus Altendorf kam die zweitlaktierende Arcas Nicole, welche das schönste Euter des Original Braunviehs zeigte und Pirmin Weber gehört. Orlando Obelix von Roland Ziegler, Galgenen, heisst der neue Mister und Benno Föhn, ebenfalls Galgenen, durfte sich mit Anakin Mira über den Rindermiss-Titel freuen.
Titelverteidigung in Küssnacht
Die Bezirksviehschau Küssnacht-Arth wurde dieses Jahr turnusgemäss in Küssnacht durchgeführt. Total 531 Tiere wurden ausgestellt. Jasper Justa von Armin Suter, Küssnacht, konnte ihren Misstitel des Vorjahres wiederholen. «Die Kuh ist extrem ausgeglichen und steht auf einem ausgezeichneten Fundament», lobte der Experte Markus Käslin. Justa wurde zudem Schöneutersiegerin Ältere.

Miss und Eutersiegerin
Starke Konkurrenz hatte Justa in der Misswahl von der mächtigen Bender Belinda von Bruno Appert aus Arth und der Schöneutersiegerin Mittlere, Phil Amanda aus dem Stall von Alfred Schmidig, Goldau. Beim Schöneuterwettbewerb der jüngeren Tiere konnte Bruno Appert mit Calino Chantal und der Zweiten Calvin Carmena einen Doppelsieg feiern.

Die beiden ersten Plätze in der Misswahl beim Original Braunvieh waren identisch wie 2021. Zur Siegerin kürte Richard Schmid, Morschach, welcher in dieser Saison erstmals als Richter amtete, die bekannte Harlei Humana vor Lorento Lili, beide von Theo Marty, Goldau. Humana setzte sich aufgrund ihrer enormen Rahmenstärke durch. Den dritten Rang sicherte sich die Erstmelkkuh Kamilo Kiki von Karl Annen, Arth. Mit 450 Stück Braunvieh und OB-Tieren war die Stückzahl rund 60 Tiere höher als im Coronajahr 2021.

Grösser war auch die Auffuhr der Holsteinzüchter, welche 81 Tiere präsentierten. Zur Miss der kantonal ausgestellten Holsteintiere kürte Patrick Gubelmann Atwood Talassa von Beat von Rickenbach, Steinerberg. Sie präsentierte bereits das beste Euter bei den älteren Kühen und gewann vor Humblenkind Havanna von Louis Bühler, Küssnacht, der Schöneutersiegerin der jüngeren Kühe.
75-Jahr-Jubiläum in der Höfe
Die Höfner Viehschau feierte heuer in Schindellegi das 75-Jahr-Jubiläum. Speziell für den Anlass wurde ein Mutter-Tochter-Wettbewerb durchgeführt, wo 18 Betriebe teilnahmen. Dieser wurde von Jolden Jane und Norwin Nitza von Armin Schatt gewonnen. Experte Norbert von Rickenbach gab diesen beiden Kühen wegen ihrer Rahmenstärke den Vorzug vor den beiden Topeuterkühen, Egal Mena und Brice Milena von Josef Ulrich, Feusisberg, und dem leistungsbetonten Duo Calvin Tabea und Superstar Tomia der BG Bürgi, Feusisberg.

Zur neuen Miss Höfe wählte Richter Walter Windlin die Bruna-Abteilungssiegerin Phil Phoenix von Armin Schatt, Feusisberg. Sie präsentierte sich in einer tollen Verfassung und konnte in allen Belangen überzeugen. Grösste Konkurrenz erhielt sie von ihrer Stallgefährtin, Bender Adora, welche sie auf den zweiten Gesamtrang verwies. Adora gewann bereits zuvor den Schöneutertitel bei den jüngeren Kühen. Das Podest komplettierte Grischa Star Ditta von der Familie Häcki aus Pfäffikon.
Starke Rinder der Häckis
Die Euterwahl der älteren Kühen gewann die Miss 2019, Egal Mena von Josef Ulrich, Feusisberg. Bereits in sechster Laktation bestach sie mit einem Traumeuter. Bei den Mittleren obsiegte Salomon Guarda von der Familie Häcki, Pfäffikon. Häckis durften sich neben neun Abteilungssiegen auch über den Dreifachtriumph bei den Rindern freuen, wo Haegar Orlanda siegte.

Original Braunvieh legt zu
Mit 75 OB-Tieren wurden 24 Stück mehr als noch im Vorjahr präsentiert. Die schönste Kuh der Ursprungsrasse stellte die GG Sigrist, Wollerau, mit Albertli Axana aus. Sie holte den Titel vor ihrer Stallgefährtin Arca Alesia und Lordan Fara von Michael Suter, Feusisberg, beides Kühe in erster Laktation.

