Esparsette beeinflusst NH3-Emissionen

Agroscope-Forscher finden heraus, dass die Fütterung von frischer Esparsette im Vergleich zu Kleegras den täglichen Me­thanausstoss um 13 Prozent reduziert. Grund dafür könnte aber auch die geringere Faseraufnahme sein.

Tannine sind Gerbstoffe, die Auswirkungen auf die Nährstoffverwertung und Nährstoffausscheidung haben können. Dieser Effekt ist bei Wiederkäuern vor allem im Pansen zu beobachten und kann je nach Tanningehalt der Futterpflanzen zu verminderten Emissionen führen.

Methanausstoss um 13 Prozent reduzieren

Forschende der Agroscope untersuchten in diesem Zusammenhang die Futterleguminose Esparsette, die sich durch ihren erhöhten Tanningehalt von anderen Grünfutterpflanzen wie Klee oder Luzerne unterscheidet. Dazu wurde die Fütterung von geschnittener Esparsette mit einer Klee-Gras-Mischung bei 16 Milchkühen Mitte Laktation verglichen.

Dabei kam heraus, dass die Fütterung von frischer Esparsette im Vergleich zu Kleegras den täglichen Me­thanausstoss um 13 Prozent reduziert.

Geringere Faseraufnahme

Die Forschenden geben allerdings zu bedenken, dass der reduzierte Methan­ausstoss in der vorliegenden Versuchslage zu einem Teil auch durch eine geringere Faseraufnahme in der Esparsettegruppe im Vergleich zu der Kleegrasgruppe bedingt gewesen sein kann.