26 Absolventinnen und ein Absolvent liessen sich kürzlich auf dem Spitzfluhhof bei Luzern von Familie, Berufsbildnerinnen, Lehrpersonen und Gästen feiern. Dies anlässlich der Abschlussfeier der Agriprakti-Klasse 2025/26 unter dem Motto «Mise en Place – bereit für den nächsten Schritt». An die Jungen wandte sich etwa Karin Stadelmann, Parteipräsidentin von Die Mitte Kanton Luzern. Ihre Worte sorgten für Schmunzlen, regten zum Nachdenken an und machten Hoffnung. Auch Elisabeth Rüttimann, die Vizepräsidentin des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands, richtete treffende wie wertschätzende Worte an die Festgemeinde.
Alle sind selbstständiger geworden
«Mit ihren Beiträgen schufen sie eine besondere Atmosphäre und bereicherten den Anlass auf eindrückliche Weise», freute sich Silja Müller, die Leiterin des Agriprakti. Auch die Anwesenheit einiger Kantonsrätinnen und Kantonsräte freute.
«Mise en Place» bedeute übersetzt: «Alles an seinem Platz», sagte Müller. In der Küche gehöre das ganz selbstverständlich dazu. Zutaten bereitstellen, Arbeitsgeräte ordnen, Arbeitsschritte planen. Wer gut vorbereitet ist, kann ruhiger, sicherer und selbstständiger arbeiten. Das habe man im vergangenen Jahr auch oft geübt, so Silja Müller. Aber eigentlich gelte das nicht nur fürs Kochen, sondern fürs Leben.
Die Absolventen lernten, einen Haushalt zu organisieren, Lebensmittel anzubauen und sorgfältig damit umzugehen. «Ihr habt erlebt, wie viel Arbeit hinter einem Bauernbetrieb steckt – und wie wichtig Zuverlässigkeit, Ausdauer und Teamarbeit sind.» Vor allem aber seien alle selbstständiger geworden.
Symbolisches aus der Küche
Das Lehrerinnen-Team hat einige Gegenstände aus der Küche mitgebracht. Als Symbole, was alles erlernt wurde, und was die Lehrerinnen den Jungen für ihren weiteren Lebensweg wünschen. Etwa ein Litermass, das helfe, die richtige Menge zu finden. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Auch im Leben brauche es dieses Gespür für Balance. Zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Helfen und auf sich selbst achten, zwischen Ehrgeiz und Pausen.
Das Agriprakti ist ein privates Angebot für Jugendliche, das vom Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband lanciert wurde. Das Praktikum dauert ein Jahr und wird nach der obligatorischen Schulzeit als Zwischenjahr absolviert. Währenddessen leben die Jugendlichen vier Tage pro Woche auf einem Bauernhof. Durch die Arbeit, mehrheitlich im hauswirtschaftlichen Bereich, erwerben sie fachliche und persönliche Kompetenzen. Einen Tag pro Woche gibt es Schulunterricht in Sursee LU.
Sie haben abgeschlossen
Sylvain Besson, Biel/Bienne BE; Fabienne Birrer, Luthern LU; Christina Bockemühl, Grellingen BL; Yulu Dai, Bissone TI; Alina Dyntar, Horw LU; Noela Fleischli, Hochdorf LU; Diana Flück, Wikon LU; Rybana Gafner, Lungern OW; Leila-Saida Imhof, Willisau LU; Mirjam Kathriner, Stalden OW; Jana Kaufmann, Ballwil LU; Luana Knüsel, Römerswil LU; Luisa Lieb, Richenthal LU; Luisa Lustenberger, Hasle LU; Sina Möller, Ranflüh BE; Leandra Muheim, Brunnen SZ; Nadja Näf, Lieli LU; Fabienne Rey, Hellbühl LU; Annalena Roth, Kägiswil OW; Melina Schilt, Isentwald BE; Livia Schmid, Schüpfheim LU; Sirin Schöpfer, Schötz LU; Elisa Stirnimann, Rain LU; Nadine Thalmann, Grosswangen LU; Laura Weber, Zetzwil AG; Larina Widmer, Ruswil LU; Stefanie Zurfluh, Attinghausen UR.

