Nach der Getreideernte steht vielerorts die Anlage einer Zwischenkultur auf der Agenda. Sei es aufgrund der ÖLN-Vorgaben, der Teilnahme am Produktionssystembeitrag «Angemessene Bedeckung des Bodens» oder aus Überzeugung für die Vorteile einer Zwischenkultur – die Gründe sind vielfältig. Damit Zwischenkulturen gelingen, müssen ein paar Grundsätze befolgt werden.
Die richtige Mischungswahl ist zentral. Massgebend ist der zur Verfügung stehende Zeitraum. Danach kann entschieden werden, ob ein Zwischenfutter oder eine Gründüngung angebaut wird. Die in der Fruchtfolge angebauten Kulturen schränken die in Frage kommenden Arten ein (z. B. keine Kreuzblütler in Rapsfruchtfolgen). Und schon vor der Saat muss an das Ende der Gründüngung gedacht werden (z. B. winterhart oder abfrierend).
Stehen keine Gegenargumente wie die Bekämpfung von Ausfallgetreide oder Problemunkräutern im Weg, ist es sinnvoll, die Zwischenkultur unmittelbar nach der Ernte der Hauptkultur anzulegen. So kann die Restfeuchte optimal ausgenutzt werden. Für die Entwicklung der Zwischenkultur gilt der Grundsatz: ein Tag im Juli entspricht einer Woche im August oder dem ganzen Monat September.
Gleichmässige Bestände sind die Voraussetzung für gelungenen Ackerbau. Das gilt auch für Zwischenkulturen. Aus diesem Grund lohnt es sich, auch bei Zwischenkulturen auf Qualitätssaatgut zu setzen und der Ansaat Priorität zu verleihen. Die Zwischenkultur soll mit der gleichen Sorgfalt wie die Hauptkultur bestellt werden.

