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Klebern im Getreide früh bekämpfen

Das Klettenlabkraut, auch Klebern genannt, machte in den vergangenen Jahren vielen zu schaffen, insbesondere auch im herbizidlosen Getreideanbau. Das Unkraut kann im Herbst und im Frühling ab 1 Grad keimen und bis zu 500 Samen mit einer Keimfähigkeit von fast zehn Jahren produzieren.

Klebern ranken mit Hakenborsten an Getreidepflanzen empor und können in der Kultur grosse Schäden anrichten. Die hohe wirtschaftliche Relevanz zeigt sich in der niedrigen Schadschwelle von 0,1 Pflanze/m2.


Klettenlabkraut konkurriert um Licht, Wasser und Nährstoffe und ist sehr widerstandsfähig gegen eine chemische wie auch mechanische Bekämpfung. Selbst stark geschädigte Pflanzen können sich wieder regenerieren und Samen bilden. Das Gewicht der Klebern drückt die Kultur zu Boden, was die Ernte erschwert und die Feuchtigkeit des Ernteguts erhöht. Je nach Verunreinigung des Ernteguts kann es auch zu Preisabzügen kommen.


Die Wahl des nicht zu frühen, günstigen Saatzeitpunkts unterstützt die Unkrautbekämpfung indirekt. Vor der Saat bietet sich eine Unkrautkur (2 bis 3 Mal eggen, je nach Verhältnissen) an. Nach der Saat und kurz vor dem Auflaufen kann man blind striegeln.

Das Klettenlabkraut kann am besten im sehr frühen Keim- bis 2-Blattstadium effektiv mit dem Striegel reguliert werden.
Zwar kann man im Weizen bis Ende Schossen striegeln, aber die Kultur kann Schaden nehmen. Deshalb ist eine frühzeitige, sorgfältige und konstante Unkrautregulierung wichtig.