Wegen Trockenheit: Mailand will erste Brunnen abdrehen

In Italien herrschen schon länger hohe Temperaturen bei gleichzeitig sehr geringen Niederschlägen. Der Fluss Po - der längste Strom Italiens - ist stellenweise ausgetrocknet.

Wegen der anhaltenden Trockenheit in Norditalien will die Metropole Mailand erste Brunnen abdrehen. Ausgenommen seien solche, in denen sich Pflanzen und Tiere befinden, schrieb Mailands Bürgermeister Beppe Sala am Samstag auf Facebook. Auch die kleinen Brunnen auf den Gehwegen, aus denen Trinkwasser fliesst, blieben wegen der anstehenden Hitzewelle weiter offen. Die Stadt bewässere aber keine Grünflächen mehr. Sala rief die Bürger zudem auf, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren, und empfahl, Klimaanlagen nicht kälter als 26 Grad Celsius einzustellen, um Energie zu sparen. Zu diesem Zweck sollten auch Geschäfte ihre Türen geschlossen halten.

Der Regionalpräsident der Lombardei, in der Mailand liegt, kündigte am Freitag bereits den Notstand wegen der Trockenheit an. Mailand folgte nun den Empfehlungen. Wann die Massnahmen in Kraft treten, teilte Sala nicht mit. In Italien herrschen schon länger hohe sommerliche Temperaturen bei gleichzeitig sehr geringen Niederschlägen. Der Fluss Po - der längste Strom Italiens - ist stellenweise ausgetrocknet.

Weiterlesen

  • Im Kanton Basel scheint der Wald überdurchschnittlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. (Symbolbild Wald Schweiz)

    Aktuelle Trockenheit ist für Schweizer Wälder verkraftbar

    Spätestens seit 2018 weiss man: Bäume leiden unter Trockenstress. Die aktuelle Trockenheit kann dem Wald bisher wenig anhaben, da den Bäumen an den meisten Orten Wasser zur Verfügung steht. Als eine Folge des Hitzesommers 2018 breitet sich aber der Borkenkäfer aus.
    Show more
  • Weil Landwirtschaft eigene Lösungen braucht

  • Ab 2025 gibt es auch ein Frühwarnsystem für Trockenheit