Plus

Für die Fruchtausdünnung beim Kernobst ist jetzt der beste Zeitpunkt

Nach dem Junifruchtfall beginnt die Zeit für die manuelle Fruchtausdünnung beim Kernobst. Wenn der Baum weniger Früchte ernähren muss, werden diese tendenziell grösser und die Fruchtqualität wird verbessert. Diese Arbeit kann ab jetzt durchgeführt werden.

Welche Früchte werden entfernt?: Es werden alle überzähligen, beschädigten, deformierten und unterentwickelten Früchte entfernt. Ebenso Früchte, die im Bauminnern schlecht besonnt sind, und Früchte an schwachem und beschattetem Fruchtholz. Äpfel, die gut besonnt sind, entwickeln sich meist zu den besten Früchten.

Wie viele Früchte werden entfernt?: Als Faustregel gilt, dass ungefähr alle Handbreite eine Frucht hängen sollte. Dementsprechend können meist 50% der Sprossen leer sein. Je nach Obstsorte sind zwischen ein bis drei Früchte pro Sprosse zu belassen. Es gilt der Grundsatz, dass bei kleinfruchtigen Sorten wie Rubinette und bei schwachem Baumwuchs nur eine Frucht pro Spross ausreicht. Bei mittelgrossen Sorten wie Gala können zwei Früchte pro Spross und bei grossen Sorten wie Boskoop und bei gutem Wuchs können zwei bis drei Früchte pro Spross belassen werden.

Wie wird die Fruchtausdünnung durchgeführt?: Die Früchte werden von Hand oder mit der Ausdünnschere entfernt. Man muss darauf achten, dass der Stiel an der Sprosse bleibt, damit die anderen Fruchtstiele der noch hängenden Früchte nicht verletzt werden. Bei Sorten mit kurzen Stielen werden die Ausdünnscheren eingesetzt. Dabei sollte man darauf achten, die verbleibenden Früchte nicht zu verletzen.

Welche Pflanzenschutzbehandlungen sind im Juli vorzunehmen?: Die Primärinfektionsgefahr für Schorf ist bereits seit Juni vorbei. Nun richtet sich der Pflanzenschutz auf die Schorfinfektionsgefahr durch Sekundärinfektionen. Die Anlage sollte dazu auf Schorfbefall kontrolliert werden. In schorffreien Anlagen können die Behandlungsintervalle auf 14 Tage ausgedehnt werden. In Anlagen mit Schorfbefall sollte man nur noch Kontaktfungizide einsetzen. Im Bioanbau liegt der Fokus bis zur Ernte nebst der Bekämpfung von Schorf und Marssonina auch auf der Regenflecken-Verschmutzungskrankheit. Ein alternierender Einsatz von Myco-Sin und Armicarb (beide in Kombination mit Schwefel) können bei der Regulierung dieser Krankheiten helfen. Ebenso steht Schwefelkalk zur Verfügung mit Wirkung auf Schorf und Teilwirkung auf Marssonina und Regenflecken.

Weiterlesen

  • Bis zum ersten Kirschengenuss wird es zwar noch eine Weile dauern, die Aussichten sind aber nicht so düster, wie die eisigen Frühlingsnächte erwarten liessen. (Bild castleguard / Pixabay)

    Der Frost hat den Schweizer Kirschen weniger geschadet, als befürchtet

    Aufgrund der ersten Ernteschätzung rechnet der Schweizer Obstverband mit rund 20 Prozent weniger Tafelkirschen als im 5-Jahres-Durchschnitt. Das ist mehr, als nach dem Frost befürchtet worden ist.
    Show more
  • Verwirrungstechnik: Kleines Gerät versprüht Lockstoff nur während dem Falterflug

  • Der X-Power hält die Baumreihen von Unkraut frei

    Plus