Die Haselnüsse zählen seit Januar 2023 zu den Obstkulturen. Dies war Anlass genug, eine Nussbautagung zur Weiterbildung und für den fachlichen Austausch zu organisieren. Gemeinsam mit Urs Schaller, dem Präsidenten des Verbands «Berner Früchte», Produktezentrum (PZ) Feld- und Gartenobst und Nüsse, organisierte das Inforama Oeschberg die Nusstagung vom 2. März 2023. Der Anlass, an dem über 40 Personen teilnahmen, fand in Münchenbuchsee BE auf dem Betrieb von Christoph König statt.
Der fachliche Austausch und das Vernetzen unter den Nussproduzenten standen im Vordergrund. Bei den Baumnuss-Produzenten waren neben der Region Bern auch die Westschweizer Kantone gut vertreten. Erfreulicherweise interessierten sich auch etliche Haselnuss-Produzenten für die Tagung.
Nussmenge reicht nicht aus
Die Baumnussgruppe ist bereits im Schweizer Obstverband (SOV) vertreten und hat dabei Vorarbeit geleistet. Im vom Import dominierten Baumnussgeschäft blieben die einheimischen Nüsse eine Nische. Die in der Schweiz produzierte Nussmenge reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken.
Es braucht weitere Anstrengungen in den Bereichen Bodenansprüche, Pflanzenschutz, Platzverhältnisse, Schnitt und später in der Vermarktung. Auch ein gemeinsamer Weg der Regionen ist vorstellbar.
Hochveredelung am besten geeignet
Seit diesem Jahr zählen Haselnüsse zu den Obstkulturen. Der Anbau steckt noch in den Kinderschuhen. Es gibt noch viele offene Fragen, vor allem bei den Themen Pflanzenschutz (Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen), Pflanzabständen, Boden und Lage. Bereits bekannt ist, dass der Anbau auf Hochveredelungen wohl die beste Variante ist.
Ob als Snack zwischendurch oder in Kuchen und Gebäck, Haselnüsse sind wohlschmeckend und nahrhaft. Neben den frisch geknackten, ganzen Kernen können Haselnüsse geröstet oder gemahlen genossen werden.
Das Inforama unterstützt die Produzenten bei der Bewältigung der Herausforderungen.

