Der Kanton Wallis will seine Eringer Kühe vor dem Verschwinden bewahren

Immer weniger Eringerkühe grasen im Wallis. Um den Bestand dieser Rinderrasse und auch anderer einheimischer Tierrassen zu sichern, ergreift der Bergkanton Massnahmen.

Das Departement für Volkswirtschaft und Bildung (DVB) habe eine Weisung mit rund 20 Massnahmen zur Unterstützung der einheimischen Rassen ausgearbeitet, teilte der Kanton Wallis mit. Die Halter sollen diese anwenden, um von der kantonalen Beihilfe zu profitieren.

Neu sind Beiträge von 10 Rappen pro Kilo Milch für Käse und andere Produkte, die ausschliesslich aus Milch von Eringerkühen hergestellt werden. Auch wird der kantonale Beitrag an landwirtschaftliche Neubauten erhöht.

Deutlich weniger Eringer

Vorerst konzentrieren sich diese Massnahmen auf die Eringerkühe. Das kleingewachsene und kräftige Vieh bewegt sich auf schwierigem und steilem Gelände sehr trittsicher und hat einen ausgeprägten Herdentrieb, der die Haltung auf den Hochalpen vereinfacht. Das wegen der Ringkuhkämpfe bekannte Tier wird im Wallis aber im seltener. In den 1930er-Jahren weideten im Wallis noch über 30'000 Eringerkühe. In den vergangenen Jahren waren es noch etwa 6000 Tiere.

Bei den Walliser Ringkühen

BauernZeitung-Redaktor Livio Janett war zu Besuch im Wallis und hat Familie Passeraub aus Niedergampel begleitet – vom Vorbereiten der Eringer im Stall über das Ringen auf der Wiese bis zum anschliessenden Putzen und hat viel über das Wesen der Tiere gelernt. Zum Erlebnisbericht

Auch für Schafe und Ziegen geplant

Für die beiden anderen typischen Walliser Rassen, das Schwarznasenschaf und die Schwarzhalsziege, seien Massnahmen geplant, sagte Jean-Jacques Zufferey, Chef des Amts für Viehwirtschaft im Kanton Wallis, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Die Massnahmen für die Kühe seien ein erster Schritt.

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  • 2013 waren 6707 Kühe und Jungvieh im Register aufgeführt. Im vergangenen Jahr waren es noch 6078. Das bedeutet einen Rückgang um ungefähr ein Zehntel. (Bild Aline Küenzi)

    Eringerkühe: Kampf um Erhalt der Rasse

    Immer weniger Eringerkühe grasen und kämpfen im Wallis. Denn obschon die schwarzen, kräftig gebauten Tiere dank der Königinnen-Kämpfe zuweilen landesweit im Schaufenster stehen, werden sie kaum ausserhalb des Kantons exportiert.
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