Bio-Böden leiden weniger unter Trockenstress

Ein Viertel der globalen Biodiversität lebt unter dem Boden. Dazu gehören tausende Bakterien, die in der Wurzel sitzen. Deren Auswirkungen sind erst vereinzelt geklärt. Martina Lori hat in ihrer Doktorarbeit für das FibL neue Erkentnisse über den Zusammenhang zwischen der Artevielfalt der mikobiologischen Ebene und Trockenstress gewonnen.

Die junge Biologin, Martina Lori, hat in ihrer Doktorarbeit die Umsetzung von Stickstoff aus der Gründüngung in die Pflanze unter verschiedenen Bedingungen der biologischen und der konventionellen Bewirtschaftung untersucht.

Die Resultate stellte sie am heutigen Bioforschungstag am Strickhof Wülflingen vor: Wenn die Pflanzen genug Wasser erhalten, gibt es kaum einen Unterschied, die Pflanzen erhalten also ähnlich viel Stickstoff für ihre Entwicklung. Ganz anders bei sehr trockenen Bedingungen: Da ist das biologische System klar im Vorteil. Der Bio-Boden transportierte 30 Prozent mehr Stickstoff in die Pflanzen als der konventionell bewirtschaftete Boden.

Mikrobielle Geminschaften haben weniger Trockenstress

Die Ursache erklärt Martina Lori so: «Mikrobielle Gemeinschaften in Bio-Böden sind bei Trockenstress besser dazu fähig, ihre Struktur zu erhalten, als die konventionellen.» Das konventionell bewirtschaftete System war unter Trockenstress schlechter in der Lage, die Artenvielfalt und anfängliche Artenzusammensetzung der stickstofffreisetzenden Bodenmikroben aufrechtzuerhalten als das biologisch bewirtschaftete.

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