Das Label «Alpschwein» und der Wolf gaben zu reden

Nach zwei Jahren Corona-Pause konnnte der Glarner Alpverein seine Hauptversammlung durchrühren. Rita Widmer-Stüssi wurde als neues Vorstandsmitglied gewählt.

Nach zwei Jahren Corona-Pause führte der Glarner Alpverein am 19. März in Schwanden seine Hauptversammlung durch. Die Jahresberichte und die Jahresrechnungen segnete die Versammlung ab.

Als langjährige Älpler wurden geehrt:

  • Christian Krieg, 20 Sommer Oberlangenegg
  • Jakob Laager, 37 Sommer Chännelalp
  • Martin Lehmann, 29 Sommer Vorderschlatt
  • Fritz Tschudi, 20 Sommer Heuboden
  • Paul Vogel, 40 Sommer Stattboden

Nach dem Rücktritt von Christian Krieg wurde Rita Widmer-Stüssi einstimmig neu in den Vorstand gewählt.

Neu im Vorstand: Rit
Der Vorstand des Glarner Alpvereins (v. l. n. r.): Martin Lehmann, Christian Beglinger (Präsident), Rita Widmer-Stüssi (neu), Jakob Schnyder und Werner Elmer.

Schlaflos wegen dem Wolf

Zur Sprache kam das Thema Wolf: Präsident Christian Beglinger war an einen Anlass über Grossraubtiere in Cazis eingeladen. Die Erzählungen eines betroffenen Landwirts gingen ihm nahe: «Nicht der Verlust des Tiers, sondern der Schaden, den er psychisch davon trug, führte zu schlaflosen Nächten und gar psychologischer Behandlung.» Der steigende Wolfsdruck auf Grossviehalpen im Kanton Glarus machte sich im vergangenen Sommer bemerkbar. Spürbar war auch die Ohnmacht unter den Anwesenden.

Nur mit offizieller Zertifizierung

Die Gastreferenten Adrian Schmitt und Amtstierärztin Kerstin Holdener informierten über die Lebensmittel- bzw. Primärkontrollen. Schmitt machte auf einen schwierigen Punkt aufmerksam: Alpschweine dürfen ohne offizielle Zertifizierung nicht als solche vermarktet werden. Diese gehe auf die Berg- und Alpverordnung zurück. Auch die Schlachthöfe müssten eine eigene Zertifizierung für das Label «Alpschwein» aufweisen.

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