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Eine problemlose Kampagne wird erwartet

Vergangenes Jahr brach das Chaos für die Zuckerbranche aus. Nun möchte man aus den gemachten Erfahrungen lernen und erhofft sich für dieses Jahr einen besseren Kampagnenverlauf.

Zu Beginn der letztjährigen Kampagne hatte die Branche mit grossen Logistikproblemen zu kämpfen. Nach langjähriger und eingespielter Zusammenarbeit mit SBB Cargo setzte man nun auf die kostengünstigeren Privatdienstleister Swiss Rail Traffic AG (Ostschweiz) und Sersa Group (Westschweiz). Doch die Zusammenarbeit verlief nicht wie erhofft.

Swiss Rail Traffic gekündigt

Durch das bilaterale Abkommen mit der EU sah sich die Branche gezwungen, kostensenkende Massnahmen zu ergreifen. Mit neuem Konzept und Bahndienstleistern erhoffte man sich etwas Entspannung. Allerdings schlichen sich grössere Probleme ein. «Mit dem Wechsel zu den neuen Dienstleistern war die Zuckerfabrik erstmals selbst für die Organisation des Bahntransports zuständig. Dies wurde unterschätzt», äussert sich Josef Meyer, Präsident des Schweizer Verband der Zuckerrübenpflanzer, zur Situation. Die Rangierprozesse mit den neuen Containerwagen beanspruchten mehr Zeit als geplant. Störungen bei Soft- und Hardware führten zu zusätzlichen Verzögerungen. Dadurch konnten nicht alle Leerwagen rechtzeitig bereitgestellt werden, was zu Zugausfällen und reduzierten Wagenzahlen führte. Von den fehlenden Ressourcen und Reserven war vor allem die Swiss Rail Traffic AG zunehmend überfordert. «Aus diesem Grund wurde der laufende Vertrag per sofort in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst», erklärt Meyer.

Von Erfahrungen profitieren

Neu wird ab diesem Jahr die Trans Rail AG die Rüben nach Frauenfeld transportieren, die Sersa Group wie gehabt nach Aarberg. Josef Meyer erhofft sich aus den letzjährigen Erfahrungen profitieren zu können. Damit die Logistik diesmal ohne Probleme verläuft, wurden zusätzlich Ressourcen und Personal aufgestockt.

Trotz neuer Konzepte konnte das erhoffte Einsparungspotenzial jedoch nicht erreicht werden. «Dies ist für uns Pflanzervertreter eine grosse Ent-
täuschung.» Meyer prognostiziert daher eine vermehrte Verlagerung des Rübentransports auf die Strassen.

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