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Ein Tag zum Dankbarsein für den Aargauer Landfrauenverband

An der Delegiertenversammlung des Aargauer Landfrauenverbands wurde Andrea Hochuli als neue Präsidentin begrüsst und Lotti Baumann mit vielen Emotionen verabschiedet.

Die Landfrauen bilden in Densbüren den grössten, sehr aktiven Verein. In diesem Dorf trafen sich die Aargauer Landfrauen am Mittwoch zur Delegiertenversammlung. Es gab nicht nur trockene Traktanden, sondern schon zur Begrüssung ein Gläschen von sechs Jahren im Barriquefass gelagertem Chriesi-Bier, stimmungsvolle Dekoration und Live-Musik.

Ein Tag zum Dankbarsein für den Aargauer Landfrauenverband
Anja Mettler aus Frick begrüsste die Landfrauen mit Live-Musik am Hackbrett.

Lotti Baumann tritt nach sechs Jahren zurück

«An einem Tag wie diesem fällt es mir sehr leicht, dankbar zu sein», sagte Lotti Baumann, die Präsidentin des Aargauer Landfrauenverbands (ALFV). «Dankbar, in die Gesichter von so vielen Menschen zu sehen, die mich in den vergangenen sechs Jahren begleitet haben.»

Lotti Baumann läutete zum letzten Mal als Präsidentin das Glöckchen am Vorstandstisch. Sie hatte vorgängig eine schriftliche Gratulation zur Stabsübergabe bekommen. «Welcher Stab?», fragte sich Lotti Baumann – und überreichte ihrer Nachfolgerin Andrea Hochuli aus Küttigen einen Zauberstab, ganz nach dem Motto, «Frauen vom Land sind zauberhaft». Sie versprach: «Einen Schlüssel brauchst du nicht, die Türen der Landfrauen werden dir offenstehen.»

Ein Tag zum Dankbarsein für den Aargauer Landfrauenverband
Andrea Hochuli aus Küttigen ist die neue Präsidentin der Aargauer Landfrauen.

Lotti Baumann bekam an der Delegiertenversammlung viel Anerkennung von ihren Landfrauen-Kolleginnen und von externer Seite.

Haushaltservice der Aargauer Landfrauen floriert

100 Mitarbeiterinnen stehen im Einsatz des Haushaltservices, einem Unternehmen des ALFV. Neue Mitarbeiterinnen werden dringend gesucht, informierte Präsidentin Helen Schreiber, die Nachfrage sei gross, Aufträge müssten abgesagt werden.

Die Rechnungsführerin Karin Wüthrich berichtete von einem finanziell sehr guten Jahr mit nochmals gestiegenem Umsatz. Die Mitarbeitenden erhalten für das Jahr 2022 einen Bonus für ihren grossen Einsatz und wegen Corona-bedingten Arbeitsausfällen. Der Haushaltservice brachte einen Anteil von 4293 Franken an den Jahresgewinn des ALFV von total 8650 Franken.

Aargauer Landfrauen erneut im Abstimmungskampf

Für Öffentlichkeitsarbeit hatte der ALFV deutlich mehr ausgegeben als in anderen Jahren. Zwar hatte Corona die Aktivitäten der Landfrauen ausgebremst, dafür engagierten sie sich im Abstimmungskampf gegen die Trinkwasser-Initiative und lancierten eine viel beachtete Imagekampagne.

Auch dieses Jahr wird der ALFV an der Seite des Bauernverbands gegen die Massentierhaltungs-Initiative eintreten. Der Verkauf von Agenden und Backbüchern brachte dem ALFV einen schönen Zustupf in die Kasse. 3000 Agenden waren im Vorjahr gedruckt und ausverkauft worden, für 2023 wird die Auflage aufgestockt.

Ein Tag zum Dankbarsein für den Aargauer Landfrauenverband
Wie gewohnt gab es an der Delegiertenversammlung der Aargauer Landfrauen stimmungsvolle Dekoration.

Aargauer Landfrauen sind dynamisch und modern

Mit den sinkenden Mitgliederzahlen schwinden auch die Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen. Dennoch sollte gemäss Budget 2022 ein kleiner Gewinn von 2200 Franken drinliegen.

Neu in der Bildungskommission ist Manuela Frei und als Ersatzrevisorin wurde Martina Jämsä gewählt.

Die Präsidentin des Dachverbands, Anne Challandes, informierte über die Aktivitäten und Angebote des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands. Sie würdigte die Aargauer Landfrauen, eine der ältesten Sektionen im Dachverband, «mit sehr modernen und dynamischen Landfrauen».

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